Das Borromäum aus Salzburg auf Besuch an der mare-mundi Station Krk

Samstag 2. Juli bis Mittwoch 6. Juli 2016

Mit dem Privatgymnasium Borromäum aus Salzburg in Glavotok.

Mit dem Privatgymnasium Borromäum aus Salzburg in Glavotok.

 

Das Privatgymnasium Borromäum aus Salzburg http://www.borromaeum.at hat mit seiner Schulprojektwoche Meeresbiologie bereits zu vierten Mal unsere mare-mundi Station auf Krk besucht. Unter Leitung von Mag. Michael Angerer und Mag. Bastian Stukenkemper reisten am 2. Juli 2016 mit dem Bus (bereits traditionell mit dem sympathischen Jimmy als Busfahrer) 35 Buben an, um mehr über das Mittelmeer zu lernen, knapp vor den Ferien eine schöne Abschlussfahrt zu erleben und um zu relaxen.

Echinaster sepositus trifft auf Coscinasterias taenuispina.

Echinaster sepositus trifft auf Coscinasterias taenuispina.

 

„Auch wenn sie vom Schuljahr schon müde waren“, wie einer der Lehrer schreibt, wurden es wunderbare drei Kurstage. Das Team von mare-mundi freut sich über die netten Statements und auf den nächsten Besuch der Schule 2017! Sogar ein dalmatinischer Abschlusstanz mit Robert im Hafen von Krk ist sich noch im letzten Moment ausgegangen – mit Live-Harmonikabegleitung. Zwar ging es dabei etwas chaotisch zu, aber die Stimmung war ausgezeichnet und ausgelassen, allem voran während der spätabendlichen Rückfahrt an Bord der Kosljun, während der die Schüler zeigten, welche musikalischen Talente sich in ihnen verbergen.

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Die Borromäum-Schüler berichten:

  • Es war sehr interessant und hat Spaß gemacht.
  • Es war sehr, sehr lustig und interessant.
  • Man muss das Meer mehr schützen!
  • Eine sehr interessante Woche mit tollen Erlebnissen.
  • Tolles Erlebnis, welches mir sicherlich in Erinnerung bleiben wird!

Danke für euren Besuch!

Schüler des Borromäums beim Schnorcheln.

Schüler des Borromäums beim Schnorcheln.

 

Und von den Lehrern bekamen wir folgendes Feedback:

  • (Der Kurs ist) gut gelaufen, der Kontakt zum Interessensgebiet Meeresbiologie wurde hergestellt, für die Schüler, auch wenn sie vom Schuljahr schon müde waren, war es ein tolles Erlebnis und es wurde bei so manchem Interesse oder einfach nur die Augen geöffnet.
  • Sehr viel Wissensinput von einem sehr engagierten und kompetentem Team, manchmal etwas zu komplex. Insgesamt ein tolles Erlebnis für und mit den Schülern.

Vidimo se, wir sehen uns wieder, schöne Ferien und Doviđenja!

Schüler des Privatgymnasiums Borromäum aus Salzburg untersuchen die Ausbeute eines Schnorchelgangs. Die Tiere werden mit Sorgfalt behandelt und kurz darauf in ihren Lebensraum zurückgebracht.

Schüler des Privatgymnasiums Borromäum aus Salzburg untersuchen die Ausbeute eines Schnorchelgangs. Die Tiere werden mit Sorgfalt behandelt und kurz darauf in ihren Lebensraum zurückgebracht.

 

Und noch eine Notiz: Wir könnten die Seeigel verletzten … (nicht nur sie uns)

Artenkenntnis ist das Große Einmaleins der Biologie, meint Robert Hofrichter, der Gründer von mare-mundi in einem Artikel für den Naturschutzbund Österreich (Artenkenntnis: Das Große Einmaleins der Biologie – Ob Blumenwiese, Bach oder Korallenriff – ohne Artenkenntnis geht nichts.). Das versuchen wir auch den Schülern zu erklären, die unsere mare-mundi Station Krk besuchen. Bevor man ein ganzes Gebäude studieren kann, muss man zuerst die einzelnen Bausteine kennen. Doch die Artenkenntnis schwindet zusehends, weil Lehr- und Studienpläne sie kaum mehr vorsehen und Exkursionen zum Erfahrungen sammeln viel zu wenig angeboten werden. Irgendetwas stimmt da nicht mit den Lehrkonzepten der Ministerien. Meeresbiologische Kurse von mare-mundi direkt im Lebensraum Meer füllen diese Lücke im Bildungssystem. Und wieder bestätigt sich die triviale Erkenntnis: Nur was man kennt, kann man auch schützen. Viele Urlauber und ihre Kinder quälen aus Unwissenheit die schwindenden Lebewesen aus dem Meer (sie wissen nichts davon, wie reich an Leben die Adria vor 50 Jahren war, eben ganz anders als heute), holen sie aus dem Wasser heraus und lassen sie in der prallen Sonne zugrunde gehen. Empathie einem Seeigel, einem Seestern oder gar einer Seegurke gegenüber? Vor allem bei den Letzteren wissen die meisten Touristen gar, dass es sich um ein hoch entwickeltes Tier handelt. Bei den Projekttagen von mare-mundi wird neben Meeresbiologie und Meereskunde auch gerade dieser Respekt vor der unbekannten Kreatur vermittelt. Die Tiere werden nach einer kurzen Begutachtung nicht etwa irgendwo am Ufer ins Meer gekippt, sondern von den Schülern selbst in ihren angestammten Lebensraum zurückgebracht – vielleicht eine der wichtigsten Lektionen während der Exkursion.

 

An der Küste südlich von Glavotok: der Kanal zwischen Krk und Cres trägt den schönen Namen "Mittleres Tor" (Srednja Vrata).

An der Küste südlich von Glavotok: der Kanal zwischen Krk und Cres trägt den schönen Namen “Mittleres Tor” (Srednja Vrata).

Mit dem Borromäum aus Salzburg wird in Glavotok der Lebensraum Litoral untersucht. Die Meeresbiologin Dr. Regina Radax ist eine der Dozentinnen der mare-mundi Station Krk.

Mit dem Borromäum aus Salzburg wird in Glavotok der Lebensraum Litoral untersucht. Die Meeresbiologin Dr. Regina Radax ist eine der Dozentinnen der mare-mundi Station Krk.

Verschiedene Fundstücke für die Untersuchungen der Schüler bei der mare-mundi Meeresbiologie-Exkursion auf Krk: Marmorkrabbe, Italienischer Taschenkrebs, Steinseeigel, Archenmuschel, Dreiflossenschleimfisch, Steindattel ...

Verschiedene Fundstücke für die Untersuchungen der Schüler bei der mare-mundi Meeresbiologie-Exkursion auf Krk: Marmorkrabbe, Italienischer Taschenkrebs, Steinseeigel, Archenmuschel, Dreiflossenschleimfisch, Steindattel …

Vor dem Kloster von Glavotok. Diese Ecke ist besonders bei Bora ein günstiger Schnorchelplatz (Sotovente).

Vor dem Kloster von Glavotok. Diese Ecke ist besonders bei Bora ein günstiger Schnorchelplatz (Sotovente).

Unterricht im Schatten der Kiefern: Regina Radax erklärt, wie sich ein Fisch definiert.

Unterricht im Schatten der Kiefern: Regina Radax erklärt, wie sich ein Fisch definiert.

Borromäum: Welche Krabbe, welcher Seestern, welche Schnecke?

Borromäum: Welche Krabbe, welcher Seestern, welche Schnecke?