09 Bakk.-Arbeit RSEC El Quseir

Alle Infos über wissenschaftliche Arbeitsmöglichkeiten an den Feldstationen von mare-mundi und RSEC am Mittelmeer, Roten Meer und an anderen Orten

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Tich
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09 Bakk.-Arbeit RSEC El Quseir

Beitrag von Tich » 12 Mär 2009 18:22

Hallo,

mein Name ist Andreas Scharl, ich bin 23 Jahre alt und derzeit Biologie (Ökologie) Student im 6. Semester an der UNI Salzburg.

Mein größtes Interesse gilt der Meeresbiologie die ich gerne als begeisterter Schnorchler und Taucher (PADI Advanced Open Water Diver mit 43 Tauchgängen) mit eigenen Augen erlebe.
Da ich letzten Sommer schon zwei Wochen am Roten Meer und auf den Seychellen (mit Robert) verbringen durfte ist mir auch die Fauna des Indischen Ozeans ein bisschen vertraut und ich verbringe am liebsten jede freie Minute im Wasser um mehr über diesen faszinierenden Lebensraum und seine Bewohner zu erfahren.

Bei meinen Aufenthalt in El Quseir möchte ich Voluntariat fürs RSEC (= Praktikum für die Uni) und das Verfassen einer Bakk. Arbeit kombinieren und hoffe so den größten Nutzen für die Wissenschaft und den Meeresschutz erzielen zu können.

Robert ist gemeinsam mit mir eine hervorragende Idee für die Bakk. Arbeit eingefallen, näheres siehe hier

Die schönen Bilder der Phestilla melanobranchia will ich euch trotzdem nicht vorenthalten, auch wenn sie als Thema nicht mehr aktuell ist.
Christian Alter hatte mir folgenden Vorschlag unterbreitet:
Als ich das letzte Mal in Quseir war habe ich einige Phestilla melanobranchia (siehe Anhang) beim Nachttauchgang gesehen. Dies Nacktschnecke ernährt sich (ausschließlich) von Steinkorallen der Gattung Tubastrea.
Bild
Bild
Phestilla melanobranchia (c) Christian Alter
In der Tat ein schönes Thema (und eine wunderschöne Schnecke), allerdings kein leichtes Thema, auch wenn ich am liebsten jede Nacht einen Tauchgang machen würde (das kann ich mir dann leider nicht mehr leisten).

lg und bis bald in El Quseir!
Andi
Zuletzt geändert von Tich am 13 Mai 2009 17:34, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: 09 Bakk.-Arbeit RSEC El Quseir

Beitrag von Maximilian Wagner » 12 Mär 2009 20:44

Tich hat geschrieben: In der Tat ein schönes Thema (und eine wunderschöne Schnecke), allerdings kein leichtes Thema, auch wenn ich am liebsten jede Nacht einen Tauchgang machen würde (das kann ich mir dann leider nicht mehr leisten).
so weit ich weiß darf man in der Quadim Bucht nicht einmal jeden Tag in der Nacht ins Wasser, sonst gibts ägyptische Schwierigkeiten.... :)

Aber ansonsten tolles Thema... :!: :D
In der Natur durchströmt den Menschen trotz all seiner Sorgen natürliches Wohlbehagen. Ralph Waldo Emerson

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Re: 09 Bakk.-Arbeit RSEC El Quseir

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 18 Mär 2009 11:11

[quote="Maximilian Wagner... sonst gibts ägyptische Schwierigkeiten.... :)
[/quote]

Das hast Du gut formuliert ... (hihi). Ein neuer Begriff, den ich mir merken werde. :lol:
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Eine einfache und wirkungsvolle Methode der Fischforschung

Beitrag von Tich » 06 Apr 2009 09:23

Bei unserem produktiven und lustigen Grillen an der Salach ist Robert (und mir) ein gutes Thema eingefallen. Robert war schneller als ich beim ausformulieren der Ideen und hat das ganze wunderbar in einer e-mail an Rainer Willmann zusammengefasst.

Da ich mir unnötige Schreibarbeit gerne erspare, hier unsere Ideen.
Robert Hofrichter hat geschrieben: # Wir wollen kleine Reusen aus Plexiglas zum Fang kleiner kryptobenthischer Fische (auch Wirbellose werden in diese Falle tappen, die fixieren wir mit) basteln, die man in verschiedenen Habitaten ausbringen kann.

# Mit beispielsweise 10-12 solchen Fallen ausgestattet könnte ein Jungforscher wunderbare Fischstudien der kryptobenthischen Fischfauna betreiben, speziell der Gobiidae, Blenniidae und Gobiesocidae. Einige weitere Familien könnten noch dazu kommen.

# Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß, dass man auf diese Art neue Arten entdecken kann.

# Diese Ergebnisse würden wir natürlich unserem Kooperationspartner (also Ihnen) und Ihrer Zeitschrift zur Verfügung stellen.

# Wenn man die Suche gut plant, kann man auch wertvolle ökologische Daten sammeln: circadiane Rhytmen, Aktivität, Mikrohabitat (z. B. Riffdach, Kleinhöhlen, Sandgrund in verschiedenen Tiefen), Lebensgemeinschaft und begleitende Fauna, Ernährung und andere.

# Gibt es publizierte Literatur oder Erfahrungswerte zu solchen Mini-Fischreusen (ca. 20 cm Länge, rund, ca. 10 cm Durchmesser, trichterförmiger Eingang von beiden Seiten, mit Bleigewichten versehen). Gibt es Erfahrungen, welche Köder man für solche Reusen am besten verwendet (Fischreste, Fisch- oder Muschelfleisch zerhackt ...)?

# Wir würden sie gern spätestens im Sommer auf den Seychellen und am Roten Meer einsetzen.

# Die wertvollste Hilfe wäre jedoch die Literaturrecherche! Damit so eine Arbeit von den Studierenden vor Ort durchgeführt werden kann, brauchen sie jede nur existierende Literatur zu dem Thema, möglichst auch mit Abbildungen der Arten. Das würde bedeuten, dass wir für das Rote Meer und die Seychellen eine komplette Artenliste aller Gobiidaen, Blenniiden und Gobiesociden brauchen (eventuell auch noch weitere Fischfamilien). Denn es ist zu erwarten, dass zahlreiche Fische in die Fallen tappen werden. Ohne Literatur könnten die Bearbeiter kaum weiter kommen. Ich glaube, dass die meisten Studenten mit einer so umfassenden Literaturrecherche überfordert wären.

# Ich schicke die Email auch meinem Freund Uli Schliewen von der Zoologischen Staatsammlung in München. Er ist Spezialist für kryptobenthische Fische und sicher an dieser Forschung interessiert (natürlich würde die Staatsammlung durch fixierte Exemplare davon profitieren). Auch Prof. Patzner aus Salzburg hat sich viele Jahre mit diesen Familien beschäftigt, er ist auch der Betreuer der Bakk-Arbeit.

# Ansprechpartner für dieses Projekt “Fischreusen & kryptobenthische Fischfauna des Roten Meeres und der Seychellen” ist Andreas Scharl <andreas.scharl@gmail.com>.
Wenn jemand gute Ideen, Tipps zum Reusen basteln oder Literaturhinweise hat, sind diese natürlich gerne willkommen.

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Beitrag von Tich » 07 Apr 2009 14:33

Ich habe heute mit Prof. Patzner gesprochen und er hat einige Bedenken gegenüber unserer Idee geäußert.

Nach seiner Erfahrung mit selbst gebastelten Reusen aus Plastikflaschen konnte er im Mittelmeer nur Garnelen, jedoch keine Fische, fangen.
Deshalb wäre es wichtig, die Praxistauglichkeit solcher Reusen in El Quseir bereits vor meiner Ankunft Mitte Juli mit verschiedenen Ködern (Fischreste, Fisch-/Krebs-/Muschelfleisch) zu testen, damit wir uns ggf. eine alternative Überlegen können.

Der Grund für die fehlenden Fische in der Reuse könnte ein zu großer Eingang, durch den die Fische wieder nach draußen entschlüpfen können, sowie das Fressverhalten der Fische sein. Viele Gobiidae und Blenniidae sind sehr selektive Fresser, die einzelne kleine Nahrungspartikel anvisieren und aufpicken und somit von einem Köder in der Reuse vermutlich nicht angelockt werden.

Ein weiterer zu klärender Punkt wäre die Sammelgenehmigung, ohne die unsere Idee von vornherein zum Scheitern verurteilt wäre.

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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 07 Apr 2009 20:24

Tich hat geschrieben:Ein weiterer zu klärender Punkt wäre die Sammelgenehmigung, ohne die unsere Idee von vornherein zum Scheitern verurteilt wäre.
Die Sammelgenehmigung wird kein Problem sein, die bekommen wir ohne Probleme. :) Das zumindest geht leicht - dank der jahrelangen Arbeit des RSEC am Roten Meer. Die EEAA (die zuständige Behörde) unterstützt unsere Forschungsvorhaben immer.
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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 07 Apr 2009 20:31

Tich hat geschrieben:Deshalb wäre es wichtig, die Praxistauglichkeit solcher Reusen in El Quseir bereits vor meiner Ankunft Mitte Juli mit verschiedenen Ködern (Fischreste, Fisch-/Krebs-/Muschelfleisch) zu testen, damit wir uns ggf. eine alternative Überlegen können.
Wir entwerfen einige solche Reusen, bauen sie und testen sie schon vorher in Dahab und El Quseir. Die Öffnungen müssen wirklich sehr eng sein und trichterförmig weit hineinreichen, dann glaube ich nicht, dass die Fische den Weg hinaus finden ... Das mit dem "Köder" ist freilich schwierig, viele kleine Fische sind Nahrungspezialisten (obwohl ich das für die mediterranen Gobiesocidae nicht bestätigen kann, die fressen so ziemlich alles, was sie kriegen können). Aber wir haben genug Zeit und werden Versuche machen.

Und außerdem: :) Prof Willmann hat schon seine Hilfe zugesagt, wir kriegen die Listen aller validen Arten des Iniks & Roten Meeres. Das erleichtert die Aufgabe wesentlich.

Fazit: Ja nicht den Optimismus verlieren! 8)
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Beitrag von Tich » 08 Apr 2009 09:46

Freut mich, dass die Sammelgenehmigung kein Problem sein wird und wir von Prof. Willmann Unterstützung erhalten.

Bezüglich der Artenliste habe ich auf fishbase.org auch eine gute Grundlage gefunden: http://www.fishbase.org/TrophicEco/Fish ... ?ve_code=5

... und den Optimismus verliere ich erst, wenn ich nach 10 Wochen in keiner Reuse einen Fisch gefangen habe. ;)

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Reusen Prototyp

Beitrag von Tich » 18 Apr 2009 15:18

Ich hab heute einmal einen ersten Prototyp einer Reuse entworfen. Als Material hab ich eine Apfelsaftflasche verwendet:

Die Bauteile:
Bild

Den bauchigen Halsteil verkehrt in die Flasche gesteckt und mit Steinen beschwert:
Bild

Die Nachteile bei diesem Entwurf:
* Reuseninnenraum ist relativ klein
* großer "Vorraum" durch den bauchigen Hals, schreckt vllt. Fische ab
* relativ große Öffnung, Fische könnten entschlüpfen

Vorteil ist der einfache Bau, man kann die Teile einfach ineinander stecken und es ist keine weitere Bastelarbeit nötig. So lässt sich auch der Inhalt der Reuse entnehmen.

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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 18 Apr 2009 17:33

Das ist eine klassische Konstruktion, wie wir sie schon sozusagen vor Jahrzehnten verwendet haben 8) . Kostet nichts, ist schnell gemacht ... Solche Behälter kann man auch dabei haben, wenn man die Fische direkt fängt. Doch die Nachteile liegen auf der Hand, Du hast sie schon genannt.

Ich glaube, dass wir eine massivere und bessere Konstruktion brauchen. Ich denke, dass wir dafür solides Material kaufen werden (Plexi) und ein wenig basteln müssen. Eingang von beiden Seiten, Öffnung trichterförmig klar definiert, ca. max. 2,0 cm Durchmesser. Gesamtlänge ca. 30 cm, Gesamtdurchmesser ca. 15 cm.

Wir könnten unser Staff in El Quseir fragen, ob man das Material unten kriegt. Vielleicht könnte uns Tanky beim basteln helfen, wir bezahlen ja gern etwas dafür ...
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Beitrag von Barna » 19 Apr 2009 10:27

Wow, :shock: , die Vorberteitungen für die Kroybenthofauna-Entdeckungsreise sind ja schon voll im Gange!!!

Ich bin überzeugt davon, dass ihr da viele spannende Tiere entdecken werdet... hab gerade in meinem Rotmeer-Führer (Lieske) gestöbert.. da ist immerhin ein Gobiesocid beschrieben.. :D Also, gute Aussichten für eine Erstbeschreibung... (bin schon auf die Namensgebung gespannt :lol: )

Na dann viel Spaß und vor allem Erfolg noch beim Fallen-basteln!

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Re: Reusen Prototyp

Beitrag von Otocinclus » 23 Apr 2009 00:26

Tich hat geschrieben:Ich hab heute einmal einen ersten Prototyp einer Reuse entworfen. Als Material hab ich eine Apfelsaftflasche verwendet:

Die Bauteile:
Bild

Den bauchigen Halsteil verkehrt in die Flasche gesteckt und mit Steinen beschwert:
Bild

Die Nachteile bei diesem Entwurf:
* Reuseninnenraum ist relativ klein
* großer "Vorraum" durch den bauchigen Hals, schreckt vllt. Fische ab
* relativ große Öffnung, Fische könnten entschlüpfen

Vorteil ist der einfache Bau, man kann die Teile einfach ineinander stecken und es ist keine weitere Bastelarbeit nötig. So lässt sich auch der Inhalt der Reuse entnehmen.
Das geht so in der Form nicht. Ich hab die Testreihe schon hinter mir.
Das Verfahren ist in seiner Idee ok, aber so gefangene Fische müssten sofort bzw. ihres Sauerstoffbedarfs entsprechend schnell entnommen werden da keine Frischwasserzirkulation möglich ist.
Aus allen Reusen entnahm ich nur tote Fische. Getestet wurde im Süsswasser. Die Fische müssen sich ca. 4 Stunden in der Falle befunden haben.

Wenn man die Flasche im oberen Bereich perforiert würds evtl. klappen.
Gruß
Rainer

Nichts im Universum ist ohne Wert, denn die Natur tut nichts vergeblich (Aristoteles)

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Re: Reusen Prototyp

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 23 Apr 2009 07:29

Otocinclus hat geschrieben:Wenn man die Flasche im oberen Bereich perforiert würds evtl. klappen.
ooohhh, :idea: gute Idee! Dann können auch die Köder-Duftstoffe besser entweichen ... Man kann ja zahlreiche kleine Löcher in die Reuse bohren.

Das mit dem Sauerstoff ist aber bei unseren kleinen Fischen nicht so tragisch. Die haben nur 2-3 oder max. 4 cm und kommen mit dem Sauerstoff lange aus. Ich habe diese Flaschen jahrelang für Schildfische (Gobiesocidae) eingesetzt und es ist nie einer erstickt.
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Re: Reusen Prototyp

Beitrag von Otocinclus » 23 Apr 2009 10:56

Dr. Robert Hofrichter hat geschrieben:
ooohhh, :idea: gute Idee! Dann können auch die Köder-Duftstoffe besser entweichen ... Man kann ja zahlreiche kleine Löcher in die Reuse bohren.

Das mit dem Sauerstoff ist aber bei unseren kleinen Fischen nicht so tragisch. Die haben nur 2-3 oder max. 4 cm und kommen mit dem Sauerstoff lange aus. Ich habe diese Flaschen jahrelang für Schildfische (Gobiesocidae) eingesetzt und es ist nie einer erstickt.
Bei mir waren es kleine Welse (Loricariidae) die dort drin erstickt sind. SL nicht über 3,5 cm. Daher wäre es sinnvoll mit einer Perforation zu arbeiten. Sicher ist sicher. Was wäre, wenn die Reusen mal nicht eingesammelt werden können und die Fische länger aushalten müssen?
Nur um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.
Gruß
Rainer

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Beitrag von Tich » 23 Apr 2009 14:48

Danke für die Hinweise. Ich werde mein Reusendesign die Tage unter Einfließen eurer Ideen ein bisschen verbessern und dann wieder Bilder davon posten.

edit: Auf der Suche nach geeigneten Bastelmaterialien bin ich auf diese Pulvertrichter gestoßen. Oberer Durchmesser 15cm, unterer Durchmesser 3cm, Preis ca. 3Eur.
https://extranet.fisher.co.uk/insight2_ ... osition=24
Bild

Ganz durchsichtige Trichter aus Plexiglas oder dergleichen habe ich bis jetzt leider noch nicht, bzw. nicht zu einem günstigen Preis gefunden.

Ein Rohr mit diesem Innendurchmesser würde bei diesem Shop 4,7Eur / m kosten, zuzüglich Schnitt- und Versandskosten.
Somit käme man pro Reuse (2 Trichter und 1 Rohr, ca 25cm lang) auf einen Preis von unter 10 Eur.

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