Mittelmeer-Baustein Nr 98: Radiolarien, Familie Schindl

Vorstellung der Schlüsselarten aus dem Mittelmeer

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christoph
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Mittelmeer-Baustein Nr 98: Radiolarien, Familie Schindl

Beitrag von christoph » 12 Mai 2011 20:00

Wichtige mediterrane Arten/Lebensräume als Mittelmeer-Bausteine:
Radiolarien (radiolarians)
Heliolithium aureum


:arrow: Baustein-Nummer: 98
:arrow: Wert: 1.000 €
:arrow: Sponsor, Unterstützer: Familie Eva Schindl, Karl Schindl, Nina Schindl, Jan Schindl, 3944 Pürbach im Waldviertel schindl.family@wvnet.at

:arrow: Alle Informationen zum mare-mundi Mittelmeer Baustein-Projekt und wie Sie einen Baustein erwerben können direkt auf der Webseite von mare-mundi http://www.mare-mundi.eu

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systematisch (nach der biologischen Zugehörigkeit) https://mare-mundi.eu/forum/view ... 793#p15793
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Übersicht der bereits vergebenen Mittelmeer-Bausteine https://mare-mundi.eu/forum/view ... =60&t=4957
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Radiolarien (radiolarians) Heliolithium aureum

:arrow: Ihre Wahl: Sie haben sich nicht nur für eine ökologisch wichtige und biologisch spannende Gruppe von Einzellern entschieden, sondern auch für ein wahres Wunderwerk an Schönheit in mikroskopischen Dimensionen. Bereits der berühmte deutsche Biologe des 19. Jahrhunderts, Ernst Haeckel, schwärmte für diese Organismen und widmete ihnen ganze Werke. Bekannt wurden vor allem die Zeichnungen von Radiolarienskeletten, die Ernst Haeckel angefertigt und als Monographie 1862 veröffentlicht hat.
Mit der Wahl eines Einzellers, eines Vertreter des marinen Phytoplantons (man spricht auch von Mikroalgen) haben Sie außerdem ökologisches Verständnis gezeigt: Ohne diese Organismen, die zu Billionen als Plankton das Meerwasser besiedeln, könnte es kein anderes Leben im Meer geben - keine Sardinen, Wale oder Riesenhaie. Sie sind wichtige Primärproduzenten des marinen Ökosystems, sie sind an der Basis des gesamten Nahrungsnetzes, sie produzieren Sauerstoff für die Atmosphäre und entziehen ihr Kohlendioxid, wodurch sie dem Treibhauseffekt entgegenwirken. Diese Einzeller aus dem marinen Phytoplankton zählen zum Reich Protista: heute werden solche Einzeller also weder zu den Pflanzen noch zu den Tieren gerechnet. Tatsächlich haben viele solche Organismen Eigenschaften, die sowohl pflanzlich sind (sie betreiben Photosynthese) als auch tierisch (sie können „fressen“, also organische Nahrung aufnehmen).

:arrow: Über die Strahlentierchen oder Radiolarien: Radiolarien (lat. radiolus „kleiner Strahl“) sind eine Gruppe einzelliger Lebewesen mit einem Endoskelett aus Opal (Siliciumdioxid, SiO2), die zu den Protisten gehört. Die Pseudopodien ihrer Vertreter sind durch Mikrotubulibündel axial versteift und werden als Axopodien bezeichnet. Sie dienen sowohl der Lokomotion als auch der Nahrungsbeschaffung und können daher mit Extrusomen ausgestattet sein. Außerdem sind die Axopodien für das Schweben im Wasser nötig. Mit Ausnahme der Heliozoen sind die Untergruppen ausschließlich marin. Die Siliciumdioxid-Stützen gehen strahlenförmig von einem ebenfalls aus Siliciumdioxid bestehenden Endoskelett aus, das aus einer sphärischen, durchlöcherten Kapsel oder mehreren konzentrisch angeordneten derartigen Kapseln besteht. Radiolarien besitzen also ein „kieseliges“ Skelett, das aber neben Siliciumdioxid auch organische Bestandteile enthält.
Früher wurden die Actinopoden meist nur in die Radiolaria und Heliozoa unterteilt. Da die einzelnen Radiolariengruppen jedoch in ihren Merkmalen sehr stark divergieren, wurden sie im Rang erhöht und den Heliozoa gegenübergestellt. Dadurch sind die „Radiolaria“ als systematische Einheit überflüssig.
„Radiolaria”
• Klasse Acantharea Haeckel, 1881
• Klasse Polycystinea Ehrenberg, 1838
• Klasse Phaeodarea Haeckel, 1879

:arrow: Beschreibung von Heliolithium aureum als Beispiel: Familie Astrolithidae. Durchmesser ohne Stacheln um 190 µm. Die 20 zylindrischen Stacheln bestehen aus Strontiumsulfat, sind gleich lang, zugespitzt und an der Basis in einem homogenen Zentralkörper vereinigt. Endoplasma im Zentrum goldgelb und granulär an der Peripherie.
• Lebensraum und Verbreitung: Sehr häufig von der Oberfläche bis in 400 m Tiefe im gesamten Mittelmeer.
Feine Axopodien, die sich zwischen den Stacheln befinden, treten ebenfalls durch die Poren in der Kapsel. Im Endoplasma liegen meist zahlreiche Kerne, der Großteil der übrigen Zellorganellen und häufig Zooxanthellen. Der Lebenszyklus der Acantharien schließt begeißelte Schwärmer und Cystenstadien ein, ist jedoch, ebenso wie die Reproduktion, noch nicht vollständig aufgeklärt.

:arrow: Über die Acantharea Haeckel, 1881: Die planktontisch lebenden Acantharea sind zwischen 0,02-5 mm groß und mit 10 oder 20 gesetzmäßig angeordneten radialen Stacheln (Spiculae) ausgerüstet. Diese Skelettstacheln treffen sich im Mittelpunkt der Zelle, sind an der Spitze über kontraktile Bänder (Myoneme, Myophrisken) mit der Zelloberfläche verbunden und bestehen aus Strontiumsulfat (Celestit). Da sich diese Substanz leicht in Salzwasser löst, sind von diesen Organismen keine fossilen Relikte erhalten. Der meist runde Zellkörper wird durch eine perforierte extrazelluläre Kapsel in das zentrale Endoplasma und das periphere, etwas schaumig erscheinende Ektoplasma geteilt, das nach außen durch ein spezielles periplasmatisches Maschengeflecht begrenzt ist.
Die systematische Grobeinteilung dieser monophyletischen Gruppe orientiert sich an der Anordnung der Stacheln. Im Mittelmeer wurden bisher etwa 95 Arten aus 44 Gattungen vor allem in den oberen lichtdurchfluteten Wasserschichten gefunden. Weit verbreitet sind z. B. Acanthometra bulbosa Haeckel, 1862, A. pellucida Müller, 1856, Stauracantha orthostaurata Haeckel, 1881 und Xiphacantha alata (Müller, 1858) Haeckel, 1887.

:arrow: Wichtige Links:
Zur Philosophie der mare-mundi Mittelmeer-Bausteine

http://www.nlbif.nl/species_details.php ... ium+aureum
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