Mittelmeer-Baustein Nr 123: Echte Karettschildkröte, PV

Vorstellung der Schlüsselarten aus dem Mittelmeer

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christoph
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Mittelmeer-Baustein Nr 123: Echte Karettschildkröte, PV

Beitrag von christoph » 12 Mai 2011 20:53

Wichtige mediterrane Arten/Lebensräume als Mittelmeer-Bausteine:
Echte Karettschildkröte (hawksbill turtle)
Eretmochelys imbricata


:arrow: Baustein-Nummer: 123
:arrow: Wert: 2.000 €
:arrow: Sponsor, Unterstützer: Dr. Heide Neff, Pensionsversicherungsanstalt, Thorerstraße 26, A-5760 Saalfelden http://www.pensionsversicherung.at

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systematisch (nach der biologischen Zugehörigkeit) https://mare-mundi.eu/forum/view ... 793#p15793
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Echte Karettschildkröte (hawksbill turtle) Eretmochelys imbricata

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:arrow: Ihre Wahl: Sie haben sich für eine der leider nur noch theoretisch fünf Arten der Meeresschildkröten im Mittelmeer entschieden - und damit für eine der am stärksten bedrohten Tiergruppe überhaupt. In der Realität kommen im Mediterran nur noch zwei Arten wirklich vor, alle anderen sind seltene Besucher. So auch diese, die Echte Karettschildkröte, Häufiger ist nur eine Art: die Unechte Karettschildkröte Caretta caretta. Doch selbst die ist durch Umweltverschmutzung, Fischerei, Bootsverkehr und den ausufernden Massentourismus stark bedroht (speziell durch die Beanspruchung der wichtigen Eiablagestrände durch Menschen).

:arrow: Beschreibung von Eretmochelys imbricata: Carapaxlänge: bis 90 (Durchschnitt 80) cm; Gewicht: bis 120 (Durchschnitt 40-60) kg. Wegen des begehrten Schildpatts höchster Qualität und des entsprechenden Raubbaus weltweit vom Aussterben bedroht. • Ernährung: überwiegend carnivor, benthische Wirbellose (bis 100 m Tiefe), Korallen, Tunikaten, Crustaceen, Mollusken, eine Besonderheit ist die Vorliebe für Schwämme, Algen. • Fortpflanzung: im MM soweit bekannt keine Nistplätze; diese liegen hauptsächlich im Golf von Mexiko und in der Karibik, auf den Seychellen, Malediven, Sri Lanka und weiteren Inseln des Indischen Ozeans, in Malaysien, den Torres Strait Islands und den Salomon Inseln. Mehrmalige Eiablage im Frühjahr und Sommer alle 2-3 Jahre, 70 bis > 200 Eier mit 3,0-4,5 cm Durchmesser. Die Außentemperatur wirkt sich auf die Geschlechtsdetermination aus (bei > 29 °C schlüpfen überwiegend Weibchen). • Verbreitung: kosmopolitisch, überwiegend tropisch (Reproduktion nur zwischen 25 °N und 35 °S), längere Migrationen nur in manchen Populationen nachgewiesen, im MM sehr selten, vor allem Ägäis, östliches und südliches MM. • Lebensraum: relativ seichte, sehr warme küstennahe Gewässer, Felsenriffe, auch in Buchten, Ästuaren und Lagunen.

:arrow: Über die Meeresschildkröten: Das auffälligste Merkmal der stammesgeschichtlich sehr alten Schildkröten und ein einmaliges Merkmal unter allen rezenten Wirbeltieren ist ihr vorne und hinten offener Panzer, der aus einer Knochen- und einer Hornschicht besteht. Der dorsale Teil des Panzers ist der Carapax, der ventrale das Plastron. Die Verbindung beider Teile wird als Brücke bezeichnet. Der Panzer der Meeresschildkröten ist im Gegensatz zu Landschildkröten mit einem eher hochgewölbten Panzer aus hydrodynamischen Gründen abgeflacht. Wichtige Merkmale: zahnlose, mit einem Hornschnabel bedeckte Kiefer, kleiner sekundärer Gaumen, Reduktion von Schädelknochen und eine schwammige Lunge.
Die meisten Meeresschildkrötenarten haben eine kosmopolitische Verbreitung und sind in allen warmen und gemäßigten Meeren und Ozeanen zu finden. Sie sind seit der Trias, also seit mehr als 200 Millionen Jahren, sicher fossil nachgewiesen; den Höhepunkt ihrer Diversität erreichten sie im Mesozoikum, vor allem in der Oberen Kreide. Weltweit sind insgesamt 8 Arten Meeresschildkröten bekannt; alle sind in ihren Beständen bedroht. Ihre Lebensweise (life history) ist ähnlich. Wie alle Reptilien sind sie primär lungenatmende „Landtiere“, die sekundär das Meer besiedelten. Ihre Eier können nur an Land, außerhalb von Wasser abgelegt werden (die ersten Amniota* in der Wirbeltierreihe). Sie leben ausschließlich im Meer (die Männchen verlassen das Wasser so gut wie nie), ihre Reproduktion zeugt aber von ihren terrestrischen Reptilienvorfahren.
Wie alle Schildkröten sind auch Meeresschildkröten ovipar, die Weibchen müssen zur Eiablage an Land gehen. Die Weibchen kehren in der Regel zum selben angestammten traditionellen Laichplatz (Strand) zurück, wo sie aus dem Ei geschlüpft sind. Mit den paddelförmigen Extremitäten graben sie an Sandstränden eine Laichgrube, in der die Eier abgelegt werden. Die Eier werden je nach geographischer Breite und Witterung für zwei bis drei Monate bis zum Schlüpfen der Jungtiere sich selbst überlassen. Sobald sich die kleinen Schildkröten aus dem Sand befreien (unter natürlichen Bedingungen die kritischste Phase ihres Lebens, weil viele Predatoren auf sie warten), eilen sie sofort zielstrebig und praktisch unfehlbar zum Meer, auch wenn dieses für sie nicht zu sehen ist. Durch Lichter in Strandnähe werden die Jungtiere jedoch irritiert und wandern manchmal in die falsche Richtung, trocknen aus oder fallen Predatoren zum Opfer. Spektakuläre Orientierungsleistungen quer durch die Ozeane sind bei Meeresschildkröten vielfach nachgewiesen; geomagnetische Orientierung, die Zuhilfenahme der Sonne und Meeresströmungen (Golfstrom) wird angenommen. Über das Lebensalter von Meeresschildkröten gibt es wenig zuverlässige Informationen, sie sind auf alle Fälle langlebig (z. T. mehr als 60 Jahre). Jungtiere fallen zahlreichen Predatoren zum Opfer (große Krabben, Möwen, Krähenvögel, Fische, Mönchsrobben), für ausgewachsene Individuen kommen als Predatoren vor allem größere Haie (in seltenen Fällen Orcas) in Frage. Meeresschildkröten transportieren oft epizoische Organismen, Kommensalen* oder Parasiten: Schiffshalter, Seepocken, Egel, Entenmuscheln (Lepas) und andere. Meeresschildkröten sind omnivor, nehmen also neben der tierischen oder pflanzlichen Hauptnahrung geringfügig auch die jeweils andere zu sich. Jungtiere hingegen sind (nahezu) ausschließlich carnivor.

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