Mittelmeer-Baustein Nr 177: Gr Bärenkrebs, Kotzent-Wagner

Vorstellung der Schlüsselarten aus dem Mittelmeer

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christoph
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Mittelmeer-Baustein Nr 177: Gr Bärenkrebs, Kotzent-Wagner

Beitrag von christoph » 14 Mai 2011 12:35

Wichtige mediterrane Arten/Lebensräume als Mittelmeer-Bausteine:
Großer Bärenkrebs (Mediterranean slipper lobster)
Scyllarides latus


:arrow: Baustein-Nummer: 177
:arrow: Wert: 1.000 €
:arrow: Sponsor, Unterstützer: Fam. Dr. Kotzent-Wagner, Fronleichnamsweg 8, 8940 Liezen http://www.kotzent.at

:arrow: Alle Informationen zum mare-mundi Mittelmeer Baustein-Projekt und wie Sie einen Baustein erwerben können direkt auf der Webseite von mare-mundi http://www.mare-mundi.eu

W I R - S C H Ü T Z E N - D A S - M I T T E L M E E R. H E L F E N - S I E - M I T ! http://www.mare-mundi.eu
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:arrow: Ihre Navigationshilfe bei der Suche nach dem gewünschten Baustein: Die Mittelmeer-Bausteine mit den dazugehörigen Arten/Lebensräumen können Sie nach folgenden Kriterien sortiert betrachten und aussuchen:

systematisch (nach der biologischen Zugehörigkeit) https://mare-mundi.eu/forum/view ... 793#p15793
alphabetisch (bei manchen Arten nur wissenschaftliche Namen vorhanden) https://mare-mundi.eu/forum/view ... =60&t=4953
• nach der Nummerierung der Bausteine im virtuellen Mittelmeer https://mare-mundi.eu/forum/view ... =60&t=4954
• nach dem Wert der Bausteine https://mare-mundi.eu/forum/view ... =60&t=4955
• die 10 ausgewählten Lebensräume gesondert https://mare-mundi.eu/forum/view ... =60&t=4956
allgemeine Einführung zur Biodiversität des Mittelmeeres https://mare-mundi.eu/forum/view ... 792#p15792
Übersicht der bereits vergebenen Mittelmeer-Bausteine https://mare-mundi.eu/forum/view ... =60&t=4957
Sie nützen dem Mittelmeer, doch was nützt Ihnen dieser Baustein? http://www.mare-mundi.eu/index.php?opti ... &Itemid=65
• alle Themen und umfassendere Beschreibungen der Arten (im Forum) https://mare-mundi.eu/forum/viewforum.php?f=60

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Großer Bärenkrebs (Mediterranean slipper lobster) Scyllarides latus

Bild
Bild: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... _latus.jpg

:arrow: Ihre Wahl: Der Große Bärenkrebs Scyllarides latus ist einer der größten Zehnfußkrebse des Mittelmeers. Erwachsene Tiere können ein Gewicht von mindestens 1,5 kg und eine Gesamtkörperlänge von bis zu 45 cm erreichen. Leider gelten die imposanten Krebse als Delikatesse, und die Preise, die für Bärenkrebse gezahlt werden, steigen in dem Maße an, in dem ihre Populationen abnehmen. Bereits in den 1990er Jahren waren Bärenkrebse an vielen Orten im Mittelmeer nahezu verschwunden. Nur die wenigsten Länder (Azoren, Italien) konnten sich zu Schutzmaßnahmen oder Fangverboten durchringen, die aber selbst wenig effektiv sind, da illegales Fischen nach wie vor den Beständen stark zusetzt. Seit SCUBA-Tauchen allgemein zugänglich ist, wird vorwiegend tauchend nach Bärenkrebsen gefischt und nicht mehr wie ursprünglich mit Reusen. Dadurch können ganze Küstenabschnitte systematisch abgesucht werden, mit entsprechendem Schaden für die Populationen.

:arrow: Geheimnisvolle Bärenkrebse: Während die Biologie der nahe verwandten Langusten mittlerweile gut erforscht ist, ist über die Bärenkrebs noch relativ wenig bekannt. Es sind Tiere des felsigen Litorals, die vorwiegend nachtaktiv sind und sich während des Tages in Höhlen und Spalten zurückziehen, wobei horizontale Unterschlupfmöglichkeiten mit zahlreichen Ausgängen bevorzugt werden. Unter normalen Bedingungen halten sich Bärenkrebse dabei in Gruppen auf, aber solche Verbände sind heutzutage nur selten zu beobachten. Auf den ersten Blick zeigen Bärenkrebse, im Vergleich zu den mit kräftigen Scheren bewährten Hummern oder den Langusten mit ihren langen, gezähnten Antennen, kaum Anpassungen, die auf effektive Verteidigungsstrategien gegenüber Fressfeinden oder auf wirksame Waffen im Dienste der Nahrungsbeschaffung hindeuten. Dieser Blick täuscht! Bärenkrebse sind gleichsam kleine mobile Festungen, deren Abwehrstrategie darin besteht, sich mit aller Kraft am Untergrund festzuhalten, die "Luken dichtzumachen" (empfindliche Körperteile wie Augen und Antennen werden unter den Panzer zurückgezogen) und den Angriff eines Räubers wie Drückerfisch oder Zackenbarsch am Rückenpanzer abprallen zu lassen. Zu diesem Zweck verfügen Bärenkrebse über spitze Schreitbeine, die leicht Halt finden, und einen sehr dicken, flachen Carapax (Rückenpanzer). Zugleich vermögen Bärenkrebse mit einem plötzlichen, kräftigen Schwanzschlag sehr schnell zu beschleunigen und nach hinten auszuweichen. Darüber hinaus sind die Tiere durch die Farbe und unregelmäßige Oberfläche ihres Außenskelettes gut getarnt. Abgesehen von Drückerfischen und Zackenbarschen haben Bärenkrebse daher kaum natürliche Feinde. Selbst sind die Krebse fast ausschließlich Muschelfresser, wobei sie die Schalen ihrer Beute mithilfe der spitzen Daktylen der Schreitbeine auf kunstvolle Weise zu öffnen verstehen.

:arrow: Was können Sie tun? Wie bereits erwähnt, wurden und werden Bärenkrebse im gesamten Bereich ihres Vorkommens intensiv befischt. Nicht nur schrumpfen dadurch die Bestände vielerorts dramatisch, sondern auch die Größe der Tiere verschiebt sich immer weiter nach unten, da gezielt größere Tiere gesammelt werden. Dies wirkt sich besonders negativ auf die Regenerationsfähigkeit von Populationen aus, da kleine Weibchen weniger Eier produzieren und so weniger Nachschub an Jungtieren liefern. Wenn Ihnen bewusst ist, dass eine Art stark bedroht ist und trotzdem nach wie vor rücksichtslos befischt wird (die Preise steigen groteskerweise mit dem Gefährdungsgrad der Art), fällt es Ihnen vielleicht leichter, auf den Verzehr einer solchen "Meeresfrucht" zu verzichten. Machen Sie auch Freunde und Bekannte auf die Situation aufmerksam, in der sich nicht wenige "Meeresdelikatessen" befinden! Häufig fehlt einfach das Wissen um die Zusammenhänge zwischen der gastronomischen Bedeutung einer Art und den ökologischen Auswirkungen ebendieser Einstufung als "Delikatesse". Googelt man "Bärenkrebs", sind ein Großteil der Ergebnisse Rezepte für die Zubereitung. Verschieben sie Ihren Blickwinkel! Bärenkrebse sind nicht in erster Linie ein Rohstoff für gutes Essen, sondern Lebewesen, die durch unser Zutun mittlerweile in ihrer Existenz gefährdet sind.

:arrow: Beschreibung: Die zweiten Antennen sind bei dieser Gattung blattähnlich abgeflacht und verbreitert, ihr Vorderrand trägt eine seitliche Spitze, der Rand ist blauviolett gesäumt. Auch die kleineren ersten Antennen sind blauviolett gefärbt. Die Seitenkanten der Hinterleibssegmente sind ebenfalls spitz verbreitert. Rostrot am Rücken, sattgelb auf der Bauchseite. Große Tiere mit bis zu 45 cm Gesamtlänge und über 1,5 kg Körpergewicht.

:arrow: Biologie: Nachaktive Hartbodenbewohner, untertags in Spalten und Höhlen. Hauptnahrung sind Muscheln. Große Weibchen produzieren bis zu 100.000 Eier, die mit den Hinterbeinen am Unterleib bis zum Schlüpfen mitgetragen werden. Ca. einmal jährlich häuten sich Bärenkrebse. Während dieser prekären Phase verlassen sie für längere Zeit ihren Unterschlupf nicht. Bärenkrebse unternehmen saisonale Wanderungen in tieferes, kälteres Wasser, die wahrscheinlich mit der Häutungsphysiologie im Zusammenhang stehen.

:arrow: Verbreitung: Im gesamten Mittelmeer mit Ausnahme der Nordadria und im angrenzenden Atlantik von Portugal bist zum Senegal, auf den Azoren und Kapverden.

:arrow: Wichtige Links:

Zur Philosophie der mare-mundi Mittelmeer-Bausteine

http://en.wikipedia.org/wiki/Scyllarides_latus
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