mare-mundi Projekt: Unsere Welt – Dein Aschenbecher?

Muss das sein?

Praktisch an jedem Ort des Planeten findet man Zigarettenkippen oder Teile davon. Nach Angaben von Meeresschutzorganisationen kann es mehrere Jahrzehnte dauern, bis eine Zigarettenkippe im Meer abgebaut wird. Ähnlich ist es im Süßwasser, wo die Filter 15 Jahre brauchen, bis sie vollständig zerfallen. Unsere durch Menschen überbevölkerte Welt hat mit vielen großen und schwer lösbaren Problemen zu kämpfen, die sogar die eigenen Lebensgrundlagen in der Zukunft bedrohen. In eine ganz andere Kategorie, nämlich zu den (theoretisch) leicht lösbaren Problemen, gehören eben jene achtlos weggeworfene Zigarettenkippen, von denen wir hier sprechen wollen, die unsere Umwelt verunstalten und belasten. Dahinter steckt in der Regel nicht mehr als eine schlechte Gewohnheit, die auf Uninformiertheit und Gedankenlosigkeit basiert. mare-mundi.eu möchte durch eine Aufklärungs- und Informationskampagne und mit Hilfe der Medien zur Reduzierung dieser Umweltbelastung beitragen.

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 Die Jugend hilft bei der Aufklärung: Das und mehr wird auf wenigen Metern der Stadtpromenade täglich weggeworfen! 

 

in Kooperation mit

  • Naturschutzbund Österreich
  • smokey-taschenbecher.ch
  • in beratender Funktion Univ.-Prof. Prim. Dr. Michael Studnicka (UnivKl. Pneumologie, Salzburg)

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Es ist verblüffend, dass auch gebildete Menschen aus der so genannten “besseren Gesellschaft” Zigarettenkippen einfach auf den Boden werfen. Offensichtlich fehlen ihnen die nötigen Informationen und das Bewusstsein, dass es sich um ein stark umweltschädigendes Verhalten handelt. mare-mundi möchte Abhilfe schaffen!

 

Littering: 45 000 000 000 000 Zigarettenkippen – 45 000 000 000 000 völlig überflüssige Umweltbelastungen

Die Wurzeln des Übels sind schnell erklärt: Wenn Sie zu jenen Rauchern mit der schlechten Gewohnheit gehören, Zigarettenkippen bzw. -stummel gedankenlos in die Natur oder den urbanen Lebensraum wegzuwerfen, dann Sie sind damit nicht allein: Jährlich gelangen auf diese Weise weltweit geschätzte etwa 4,5 Billionen (45 000 000 000 000) Zigarettenkippen in die Umwelt. Weggeworfene Zigarettenkippen sind somit die zahlenmäßig häufigste Belastung der Umwelt durch Abfall im weltweiten Maßstab. Eine Belastung, die kommunalen Behörden unter dem Stichwort Littering (= Vermüllung) großes Kopfzerbrechen bereitet, enorme Kosten verursacht, letztlich völlig unnötig ist und leicht zu reduzieren wäre. In den letzten Jahren hat sich dieses aus dem Englischen stammende neudeutsche Wort etabliert, um das immer weiter ausufernde Phänomen zu benennen: Wikipedia widmet der Vermüllung einen gut recherchierten Artikel. Eine europaweite Studie aus dem Jahr 2003 kam zum Ergebnis, dass in den Städten Zigarettenstummel mit 58,3 % die am meisten weggeworfenen Gegenstände sind.

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Die Medien können viel dazu beitragen die Öffentlichkeit über das Problem der weggeworfenen Zigarettenkippen aufzuklären.

  

Nein, Zigarettenfilter bestehen nicht aus Baumwolle!

Die Unsitte die kleinen braunen (oder weißen) Ärgernisse einfach wegzuwerfen basiert neben der schlechten Gewohnheit auf mehreren Irrtümern. Erstens glauben viele Menschen, dass Zigarettenfilter aus Baumwolle gemacht sind – und damit harmlos. Wenn man sie wegwirft ist es als hätte man ein kleines Stückchen Papier weggeworfen, das sich innerhalb kürzester Zeit ohnehin zersetzt. Das ist Irrglaube Nummer 1: Zigarettenfilter bestehen aus Celluloseacetat, das an und für sich ein chemisch veränderter und biologisch schwer abbaubarer Kunststoff ist (auch wenn der Grundrohstoff Zellulose aus Holz gewonnen wird). Es dauert viele Jahre, in vielen Fällen sogar Jahrzehnte, bis die Filter zerfallen.

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Die Jugend ist stolz bei einer guten Sache geholfen zu haben – und beschämt viele ältere Mitbürger.

Weggeworfene Zigarettenkippen sind nicht harmlos!

Irrglaube Nummer 2: Weggeworfene Zigarettenkippen mögen unästhetisch sein und sich nur langsamer zersetzen als gedacht, ansonsten sind sie aber harmlos. Das Gegenteil ist der Fall: Frische Zigarettenkippen gehören eindeutig in die Kategorie Sondermüll, da es sich um kleine aber hochtoxische  Bomben handelt. Hunderte oder sogar Tausende giftige Stoffe konzentrieren sich auf kleinstem Raum. Speziell bei Regen und in feuchten Lebensräumen wird die hochtoxische Fracht schnell an die Umwelt abgegeben. Sie belastet das Grundwasser, den Boden sowie die Gewässer und gefährden die Gesundheit von Kindern und die Tierwelt. Zigarettenstummel vergiften durch ihren Mix aus Toxinen das Grundwasser. 40 bis 60 Liter sauberes Grundwasser werden durch eine einzige Kippe verunreinigt – durch unzählige toxische Stoffe, die auch schon alle einzeln für sich problematisch für die Umwelt sind.

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Unsere Böden leiden unter unnötiger Belastung

Zigarettenstummel vergiften jedoch nicht nur das Wasser, sondern auch den Boden. Sie schädigen Bodenorganismen und wirken sich negativ auf das Wachstum der Pflanzen aus. Das lässt sich durch einfache schulische Experimente mit Kippenwasser (z.B. 20 Kippen für zwei Tage in Wasser einlegen) leicht belegen. Als bewiesen gilt die Nikotinschädigung bei aeroben Bakterien und Einzellern des Bodens.

Welches chemische Potenzial in den Zigarettenkippen steckt, zeigt eine 2010 veröffentlichte chinesische Studie: Forscher haben entdeckt, dass ein Auszug aus Zigarettenkippen effektiv gegen die Korrosion von Stahlrohren verwendet werden können.

Häufiger als viele Raucher wahrhaben wollen, verursachen nicht ausreichend ausgedrückte, noch glühende Zigarettenkippen Brände, einen großen wirtschaftlichen und ökologischen Schaden und menschliches Leid.

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Aufklärung in Schulen: Dr. Robert Hofrichter im Privatgymnasium Borromäum in Salzburg. 

Fehlende Aschenbecher rechtfertigen Ihre Handlungsweise nicht! Die Lösung ist denkbar einfach: Besorgen Sie sich einen Taschenbecher!

Viele Raucher rechtfertigen das sorglose Wegwerfen von Zigarettenkippen dadurch, dass es im öffentlichen Raum zu wenige Abfalleimer, Aschenbecher oder sonstige Möglichkeiten für die Entsorgung des unliebsamen Reststücks gibt. Doch seien Sie ehrlich: Selbst wenn es hundertmal mehr solche Behältnisse geben würde, würden sie lange nicht ausreichen um wirklich Abhilfe zu schaffen. Die Welt müsste flächendeckend mit Aschenbechern zugepflastert sein und diese müssten regelmäßig entleert werden. Die Kommunen geben auch so schon sehr viel von unserem Steuergeld dafür aus, um dem Problem der wachsenden Vermüllung zu begegnen. Was aber noch schwerer wiegt: Der Raucher erwartet an dieser Stelle von der restlichen Welt, dass sie sein Problem löst. Dabei ist es ihr Problem – und die Lösung so einfach: Nehmen Sie ihre Asche und Ihre Kippen wieder mit und entsorgen Sie diese fachgerecht als Restmüll – mit einem Taschenbecher!

Viele Dinge des täglichen Lebens, die uns heute als selbstverständlich erscheinen (etwa die Verwendung von Besteck beim Essen oder jener von Taschentüchern), sind nicht alt. In manchen Fällen sind es nur Jahrzehnte, in anderen einige Jahrhunderte. Wir wollen mit unserem Projekt das ökologische Bewusstsein der Raucher schärfen und zugleich einen Beitrag zur kulturellen Evolution der Gesellschaft leisten. So könnte es sein, dass Ihnen als Raucher die Verwendung von Taschenbechern im ersten Moment ungewöhnlich erscheint. Schon in wenigen Jahren könnten aber Taschenbecher zur Selbstverständlichkeit werden, zu einem unabkömmlichen Accessoire der Raucher wie die Zigarettenpackung, ein Feuerzeug oder die Zündhölzer.

Die entscheidende Frage, die sich uns im Rahmen dieser Informationskampagne stellt, ist eine Frage der individuellen Verantwortung. Das Rauchen von Tabak ist Ihre eigene Entscheidung und wir müssen an dieser Stelle nicht darauf hinweisen, dass es ungesund ist. Das Wegwerfen von Zigarettenkippen in die Umwelt stellt sich jedoch nach all dem, was wir wissen, als rücksichtlose schlechte Gewohnheit einer Minderheit heraus, die der Mehrheit schadet und die gemeinsame Umwelt unserer einzigen Welt belastet.

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Wir bitten Sie im Interesse der Natur: Stellen Sie sich als Raucher Ihrer Verantwortung! Verwenden Sie Taschenbecher und werfen Sie grundsätzlich nirgendwo mehr ihre Zigarettenkippen weg!

 

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Allgemeine Informationen zum Littering (Vermüllung) aus dem Internet

aus Österreich http://www.abfallverband.at/stopplittering/
aus Deutschland http://www.littering.de/
aus Schweiz http://www.littering.ch/

Ausführliche Informationen für Ihren Artikel, Medienbericht oder Internetbeitrag – eine Übersicht
(Wenn Sie diese Angaben zitieren, bitten wir Sie die Autoren der Initiative, mare-mundi.eu, als Quelle anzugeben.)

  • Weggeworfene Zigarettenkippen sind mit fast 60 % bei weitem die zahlenmäßig häufigste Belastungsart der Umwelt durch Abfall im weltweiten Maßstab. Viele Experten gehen davon aus, dass die geringe Größe der Kippen die Unsitte des Wegwerfens psychologisch erleichtert.
  • Weltweit gelangen jährlich 4,5 Billionen (45 000 000 000 000) Zigarettenkippen in die Umwelt, die meisten in China, wo auch die meisten Raucher leben.
  • Bereits eine kurze Internetrecherche zeigt, dass weggeworfene Zigarettenstummel weltweit in den meisten Ländern als massives Umweltproblem erkannt wurden. Diese Webseite aus den USA ist ein Beispiel für die Aufklärungsbemühungen.
  • Zigarettenstummel sind kein Bioabfall aus Baumwolle, was manche Raucher zu glauben scheinen, sondern durch unzählige Toxine getränkter Kunststoff – und somit Sondermüll. Sie haben in der Biotonne und auf dem Kompost nichts zu suchen. Sie sind auch nicht schnell abbaubar, was ein allgemein verbreiteter Irrglaube ist, ganz im Gegenteil: Sie zersetzen sich nur sehr langsam – je nach den vorherraschenden Bedingungen – über Jahre oder sogar Jahrzehnte. Der Grundstoff für die Herstellung von Zigarettenfiltern ist zwar aus Holz gewonnene Cellulose, sie wird aber in einem chemischen Prozess zu Celluloseacetat Die Celluloseacetat-Flocken werden in Aceton gelöst und aus einer Spinnlösung heraus zu langen Fäden mit 30-50 µm Durchmesser gesponnen. Die Fäden werden punktuell mit Triacetin verklebt, um die Gasdurchlässigkeit zu erhalten. Mehr als 12.000 Fäden sind in einem einzigen Filter zu finden.
  • An den Zigarettenkippen hängen in den allermeisten Fällen noch Reste von Tabak. Der Hauptwirkstoff des Tabaks, Nikotin, gelangt so in die Umwelt. Nikotin ist ein toxisches Alkaloid und schädigt die Umwelt noch mehr als die Filter selbst. Herkömmliche, industriell hergestellte Zigaretten enthalten auch eine Reihe von Zusatzstoffen. Bei der Fabrikation können hunderte chemische Substanzen zum Einsatz kommen. Bis zu zehn Prozent des Tabaks sind Zusatzstoffe. Die Stoffe verstärken die Aufnahme des Nikotins und dessen Wirkung im Körper und erhöhen das Suchtpotenzail. Nach Angaben der Tabakkonzerne sollen sie der Geschmacksverbesserung, zum Feuchthalten, zum Konservieren, für bessere Verbrennund und zum Binden der Bestandteile dienen.
  • Die Schadstoffaufnahme beim Tabakrauchen ist hoch. Vieles von diesen Stoffen bleibt im Filter hängen und mit dem Wegwerfen der Kippen gelangen diese in die Umwelt. Zu ihnen gehört bei täglich 20 Zigaretten eine jährliche Dosis von einer Tasse Teer, die in der Lunge des Rauchers endet. Teer ist ein bräunliches bis schwarzes, zähflüssiges Gemisch organischer Verbindungen, das durch zersetzende thermische Behandlung – die so genannte Pyrolyse – organischer Naturstoffe gewonnen wird. Früher wurden unsere Straßen geteert, doch hat man erkannt, dass Teer giftig ist. Die Verwendung von Teer im öffentlichen Bereich wurde wegen dem Risiko für die Umwelt und die Gesundheit, insbesondere bei dessen Verarbeitung, verboten. Bei Kontakt von Teer mit Wasser können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) ins Grundwasser gelangen. Teer wurde im Straßen- und Wegebau durch Bitumen Sie aber bringen mit jeder weggeworfenen Kippe Teer in die Umwelt.
  • Praktisch an jedem Ort des Planeten findet man die Kippen oder Teile davon. Nach Angaben von Meeresschutzorganisationen kann es Jahrzehnte dauern, bis eine Zigarettenkippe im Meer abgebaut wird.  Forscher haben in Studien nachgewiesen, dass es 15 Jahre dauert, bis die Filter im Süßwasser vollständig zerfallen.
  • Starke Regenfälle spülen oft unzählige Zigarettenkippen in die Gewässer und die Kanalisation (und damit über Umwege auch in die Gewässer). In den Küstenregionen gelangen so viele Kippen direkt oder über Zuflüsse ins Meer.
  • Zigarettenstummel vergiften durch ihren Mix aus Toxinen das Grundwasser. 40 bis 60 Liter sauberes Grundwasser werden durch eine einzige Kippe verunreinigt – durch unzählige toxische Stoffe, die auch schon alle einzeln für sich problematisch für die Umwelt sind.
  • Thomas Novotny, Professor der Division of Epidemiology and Biostatistics an der San Diego State University, hat in einer Studie festgestellt, dass die chemischen Substanzen in einer Zigarettenkippe alle Fische in einem Ein-Liter-Becken innerhalb von 96 Stunden töten.
  • Zigarettenstummel vergiften den Boden, schädigen Bodenorganismen und wirken sich negativ auf das Wachstum der Pflanzen aus. Das lässt sich durch einfache schulische Experimente mit Kippenwasser (z.B. 20 Kippen für zwei Tage in Wasser einlegen) leicht belegen. Als bewiesen gilt die Nikotinschädigung bei aeroben Bakterien und Einzellern des Bodens. Nikotin wirkt eindeutig als Gift, doch enthalten die benutzten Zigarettenfilter hunderte weitere schädliche Stoffe. Die Bodenökologie und das Nahrungsnetz werden nachhaltig gestört.
  • Da die toxischen Substanzen aus Filtern durch Pflanzen aus dem Boden aufgenommen werden, ist eine Verwendung dieser belasteten Pflanzen als Nahrung für Tier und Mensch gesundheitsgefährdend. Bedenklich scheint unter diesem Gesichtspunkt die Verwendung von Kompost aus Straßenlaub, in dem viele Zigarettenkippen zu finden sind oder als Substrat zum Anbau von Gemüsepflanzen.
  • Welches chemische Potenzial in den Zigarettenkippen steckt, zeigt eine 2010 veröffentlichte chinesische Studie: Forscher haben entdeckt, dass Zigarettenkippen gegen die Korrosion von Stahlrohren verwendet werden können. Die Nachricht ging durch die Weltpresse und ist vielfach im Internet zu finden.
  • Viele umweltbewusste Raucher werfen ihre Kippen nach Möglichkeit in die Kanalisation und ziehen dann zufrieden und mit reinem Gewissen weiter. Zigarettenkippen lassen sich aber im Klärwerk nur schwer entfernen. Fehlendes Umweltbewusstsein herrscht auch bei der Entsorgung der Zigarettenkippen im Haushalt. In der Toilettenspülung haben Feststoffe inklusive die Kippen nichts verloren. Sie gehören weder in die Toilette noch in die Kanäle – sondern in eine Rest- bzw. Sondermülltonne.
  • Zigarettenkippen in der Umwelt stellen eine Gefahr für Tiere dar. Man hat sie im Magen-Darmtrakt von Fischen, Vögeln, Walen, Meeresschildkröten, Landsäugetieren und vielen anderen Tieren gefunden. Die toxische Wirkung auf selbst kleinste Wassertiere wurde bereits erwähnt.
  • Es kommt öfters vor als man denkt, dass Kinder Zigarettenkippen (oder ganze Zigaretten) in den Mund nehmen und verschlucken. Das kann im Extremfall sogar tödlich sein. Man denke an die durch Kippen oft extrem verschmutzten Kinderspielplätze und andere öffentliche Räume.
  • Durch weggeworfene Zigarettenkippen kann man sich durch Hepatitis anstecken.
  • Die Gefahr von Feuern durch weggeworfene oder schlecht ausgetretene Zigarettenstummel ist sehr realistisch und weltweit ein Thema. Je trockener die Region, desto höher die Gefahr. Berüchtigt sind die Waldbrände im Mittelmeerraum, von denen ein Teil auf nicht richtig ausgelöschte, weggeworfene Zigarettenkippen zurückgeht. In Australien schätzt man, dass täglich zwölf Brände ausbrechen, die glühende Zigarettenkippen als Ursache haben. Jährlich sind es mehr als 4.000. In unseren Breiten gehen viele Hausbrände, zum Teil mit Todesfolgen, auf das Rauchen zurück.
  • Kommunen, Städte und ganze Länder rüsten gegen die zunehmende Vermüllung: Vielerorts handelt es sich dabei um ein strafrechtlich verfolgbares Delikt und kann mit Geldbußen, in der Schweiz sogar mit Haft geahndet werden. Die hohen Kosten für die Reinigung öffentlicher Räume zahlen die Steuerzahler – nicht die Verursacher.
  • Singapur ist Vorreiter bei drakonischen Strafen für Littering: Hohe Geld- und Sozialarbeitsstrafen werden gegen Personen verhängt, die Müll, darunter auch Zigarettenkippen, achtlos auf die Straße werfen. So müssen solche Sünder mit einer neonleuchtenden Weste gekleidet und der Aufschrift Order for corrective work den Strand säubern.
  • Übrigens: light ist in Zusammenhang mit dem Tabakrauchen ein Betrug der Industrie an den Rauchern. light suggeriert etwas, was den Tatsachen widerspricht. Zahlreiche Studien belegen, dass das Rauchen von light-Zigaretten aus vielerlei Gründen schädlicher sein kann, als jenes vom herkömmlichen Tabak. Der Platz reicht hier nicht aus um darauf einzugehen, aber das Internet bietet dazu ausreichend Informationen.

 

Fotos und weitere Infos

Wenn Sie Fragen haben oder passende Fotos brauchen wenden Sie sich bitte an Dr. Robert Hofrichter, www.mare-mundi.eu, office@mare-mundi.eu

Text und Fotos: Dr. Robert Hofrichter

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