Marinbiologische Projektwoche der BRG Wels an der Adria: Wie funktioniert das Ökosystem Meer?

 

Diese Frage stellten sich letzte Woche die 22 motivierten Schülerinnen und Schüler des BRG Wels. Das Team der MareMundi station Krk konnte diese und zahlreiche weitere Fragen rund um das Meer und seine Flora und Fauna beantworten und Begeisterung für den Lebensraum Meer wecken.

 Adria Unterwasserwelt mare-mundi Schule am Meer Robert Hofrichter

 

Das berühmte ozeanographische Experiment von MareMundi: Wie funktioniert das Mittelmeer?

Vier Kurstage verbrachte die Klasse mit dem Team und erfuhr nicht nur mehr über die Systematik und Anpassungen der Tiere und was sich alles im Plankton verbirgt, sondern auch mehr über das Ökosystem Meer und wie es funktioniert . speziell das System Mittelmeer-Atlantik. Mit Hilfe des berühmten Aquarium-Experimentes erklärte Dr. Robert Hofrichter auf lustige Art und Weise unterschiedliche Phänomene, wie zum Beispiel einen Black Smoker oder die thermohaline Zirkulation und auch ein phönizisches Schiff versuchte sein Glück gegen die atlantische Strömung.

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Mit vollem Elan war die Klasse dabei, fragte viel nach und beantwortete viele Fragen, die von Robert gestellt wurden. Es freute uns zu sehen, dass die Schülerinnen und Schüler Interesse zeigten und neues lernen wollten. Denn nur so kann ihr Bewusstsein für das Meer wachsen.

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Mit der Košljun nach Plavnik

Doch es ging auch an den anderen Tagen sehr spannend zu. Der Insel Plavnik wurde mit dem Partnerboot M/B Košljun ein Besuch abgestattet, wo die Schüler, Schülerinnen und auch das Team einige zoologische Highlights zu Gesicht bekamen. Mehr als 20 Gänsegeier kreisten über uns und gaben unserer Praktikantin Laura die Chance ihren ersten kleinen Vortrag vor Schülern zu halten. Für sie eine ganz neue, aber schöne, Erfahrung, denn dadurch übernahm sie auch gleich den Vortrag über Seevögel auf Kormati und bestimmte mit den Schülern das Alter der Möwen. Auf der Plattform von Plavnik zeigten Laura der Klasse auch einige Spinnen, unter anderem eine Tarantel und noch einen wesentlich kleineren Vertreter der Wolfsspinnenfamilie. Zu ihrer Begeisterung verloren einige der Schüler ihre Hemmungen und den Ekel gegenüber Spinnen. Ein Schüler setzte sich die kleine Wolfsspinne, die sich aufs Boot verirrt hatte sogar auf die Nase und schaute auf sie bis wir wieder an Land waren.

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Neben Gänsegeiern, Spinnen und einer eierlegenden Gottesanbeterin, kamen die Schülerinnen und Schüler auch unter Wasser aus dem Staunen nicht mehr heraus als sie auch noch große Brassen- und Lippfischschwärme sowie Grundeln und Schleimfische fanden. Aber nicht nur die Schüler und Schülerinnen waren fasziniert von den Dingen, die man hier im Mittelmeerraum finden kann. Auch die Lehrer zeigten großes Interesse, zum Beispiel an den Bioerosionsspuren in den Steinen am Strand.

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Ein Rätsel über die Bewohner des Felslitorals wurde auch gelöst und die Ergebnisse von den Schülerinnen und Schülern auf kreative Weise präsentiert. So werden sie die „wiehernde“ Pferdeaktinie und die grimmige Grundel nicht mehr so schnell vergessen.

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Aber auch das Entspannungsprogramm kam nicht zu kurz. Ein kurzer Halt wurde an der Blue Cave gemacht, einer Doline mit einem kleinen Standstrand am Ende, auf den die Sonnenstrahlen durch das verwachsene, offene Dach scheinen. An der Steilwand konnte die Gruppe Mönchsfischschwärme und – mit etwas Glück – prachtvollen Gorgonien und Fadenschnecken bestaunen.

Am nächstes Tag verbrachte die Schule einen Tag mit Robert, der ihnen die Haie näherbrachte und den restlichen Tag in Sv. Marak, einem besonders schönen Küstenabschnitt der Insel, wo die Klasse die Anpassungen und Namen der wichtigsten Fischarten des Mittelmeeres kennenlernte. Viele kleine Fische wurden mit einem Kescher vorsichtig gefangen und im Aquarium genauer betrachtet und das Verhalten beobachtet. Am Abend ging es mit der M/B Košljun zur Inselhauptstadt Krk, die nicht nur gemütliche Lokale, sondern auch viel Geschichte zu bieten hat.

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Am letzten Tag machte das Team mit der Klasse noch einen Bootsausflug zum Thema Plankton in Richtung Stara Baška. Filtrierende, sessile Lebewesen sind etwas besonders faszinierendes, wenn man darüber nachdenkt wie eine solche Lebensweise an Land funktionieren würde. Die „Meeresorange“ (koloniale Seescheide) entlockte einigen Schülerinnen und Schülern ein Grinsen. Auf dem Weg zurück wurde Plankton gezogen und anschließend unter dem Binokular betrachtet. Auch in dieser Probe gab es viele Mikroplastikfasern, welchen den Schülern und Schülerinnen erst so richtig bewusstmachte, wie hoch die Plastikbelastung in den Meeren ist. Dr. Regina Radax erklärte ihnen die Verursachung mit Hilfe eines kleinen Experimentes, bei welchem die Schüler und Schülerinnen ihr Duschgel und Zahnpasta selbst untersuchten und viele Mikroplastikpartikel entdeckten. Das wird den Schülerinnen und Schülern hoffentlich in Erinnerung bleiben, sodass sie in Zukunft mehr auf die Inhaltsstoffe achten und unsere Meere dadurch schützen. Auch andere Sachverhalte wurden auf spielerische Art vermittelt.

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Nach vier spannenden Tagen mit vielen neuen Eindrücken und Gelerntem verabschiedeten wir uns und hoffen wir sehen uns mal wieder! Das BRG Wels wird dem Team der Mare Mundi station Krk noch lange in guter Erinnerung bleiben… vielen Dank für die großartige Stimmung und die Begeisterung für den Lebensraum Meer!

 

Geben Sie Ihren Schülern und Kindern die Chance das Meer und die Natur näher kennen zu lernen – unter kompetenter Führung des MareMundi-Teams!

Unter Aktuelles bietet MareMundi regelmäßig spannende und interessante Berichte über das Meer!