Naturpädagogik und abenteuerliche Projekttage bei der Schule am Meer

Schule am Meer, schule-am-meer.eu, mare-mundi, Krk, Kroatien, Meeresbiologische Projektwoche, Meeresbiologie-2Bei der meerebiologischen Station, der Schule am Meer auf der kroatischen Insel Krk, hat sich viel getan in diesem Sommer. Ein Schwerpunkt liegt auf der ständigen Weiterentwicklung der pädagogischen Methoden. Durch verschiedene Lehr- und Lernmethoden der modernen Pädagogik werden biologische Inhalte vermittelt. Die TeilnehmerInnen werden aktiv in das Programm eingebunden, ihre Kompetenzen und individuelle Potentiale gefördert. Neben der Wissensvermittlung (kognitiv) ist es auch das Ziel, die SchülerInnen für Naturwissenschaft zu begeistern (emotional) und die Zusammenarbeit zu fördern (sozial). In der wunderschönen Umgebung von Krk kommen die SchülerInnen in eine entspannte Stimmung und stellen sich den kleinen und großen Herausforderungen unseres Programms.

So oft es geht, wird der Unterricht ins Freie verlegt – da kann gleich selbst entdeckt werden, was in der Theorie besprochen wurde.

Diese neuen pädagogischen Methoden wurden auch wieder vergangene Woche angewandt, denn wir hatten bei der Schule am Meer das Vergnügen, die schweizerische Schulklasse der RG Rämibühel im schönen Punat zu begrüßen und eine abenteuerliche und lehrreiche Woche am Meer zu verbringen:

Am frühen Montagmorgen traf die schweizerische Schulklasse der RG Ramibühl im schönen Punat ein und startete direkt mit dem Programm, was nach der langen Fahrt etwas kürzer und entspannter ausfiel. Gestartet wurde mit dem Kennenlernen des Vereins mare-mundi und einer kurzen Zusammenstellung, was die SchülerInnen in den kommenden Tagen erwarten wird. Danach durfte sich nach der Schnorcheleinführung direkt ins Wasser gestürzt werden, um erste eigene Eindrücke zu sammeln.

Der nächste Tag begann mit einer Vorstellung der Fischtrachten und Fischfamilien und jede/r konnte versuchen, möglichst viele der angesprochenen Fische zu fangen. Die Ergebnisse konnten nachher im mitgebrachten Miniaquarium betrachtet und bestimmt werden.

Die Fischtrachten und Erkennungsmerkmale der marinen Lebewesen lassen sich am besten beim lebenden Objekt beobachten. Nach dem Bildungsauftrag werden die Meeresbewohner natürlich wieder ins freie Wasser entlassen.

Der Abend endete mit einer schönen Bootsfahrt in den Sonnenuntergang zur nahegelegenen Stadt Krk. Am kommenden Tag beeindruckte das Mittelmeerexperiment sowohl SchülerInnen als auch LehrerInnen! Die Bootsfahrt danach zu einer windstilleren Bucht war ein kleines Abenteuer, denn die Wellen waren recht beeindruckend.

Diesmal mussten sich die SchülerInnen warm anziehen für die Bootsfahrt

Die Hinfahrt war besonders eindrucksvoll, da man vom Boot aus einen wunderbaren Blick auf einen jagenden Thunfisch hatte, der immer wieder aus dem Wasser sprang. Angekommen bei der Bucht war der Wind jedoch mittlerweile so stark, dass es sich merklich abgekühlt hatte. Trotz des ungemütlichen Wetters sprangen jedoch viele der SchülerInnen mutig ins Meer, um möglichst viele Tiere zu sammeln, die dann nachher, bei heißem Tee besprochen wurden. Bei der Rückfahrt gab es Wellengang und Wind – das machte sie besonders spannend und jeder, der sich nicht in Sicherheit brachte, wurde nass. Unser erfahrener Kapitän Toni gewährleistet jedoch sichere Fahrt auch bei Wind und Wetter und so fanden sich bald alle wieder im Hotel zum aufwärmen. Wind und Wetter sind Faktoren, die wir bei der Schule am Meer immer berücksichtigen und die eine gewisse Flexibilität verlangen in der Planung der Programmpunkte – es ist auch schön sich mit der Natur zu arrangieren – denn sie ist die mächtigste Kraft.

Die SchülerInnen haben viel entdeckt – es wird jedes Lebewesen bestimmt.

Der letzte Tag startete ruhiger mit Mikroskopieren und einer Besprechung des Stammbaumes der Tiere. Einige der SchülerInnen bekamen die Möglichkeit, einen Tauchgang bei der Partnertauchbasis der Schule am Meer, Styria Guenis Diving Center, durchzuführen. Am Nachmittag zeigte sich dann endlich wieder die Sonne und nach besonders fleißiger und effektiver Arbeit, konnten die SchülerInnen zum Abschluss der Woche an einer windgeschützten Bucht noch Sonne und Wasser genießen.

Aufgrund der Wetterumstände, eine besonders interessante und ereignisreiche Woche, die den SchülerInnen, LehrerInnen und dem Team besonders Spaß gemacht hat!


Text: Hannah Viola Daume
Fotos: Philipp Stüber, Astrid Hickmann
Redaktion: Astrid Hickmann