Salzburger Schüler an der Adria: Wie kommen die Löcher in die Steine?

Letzte Woche durften wir das BRG der Akademiestraße aus Salzburg bei uns an der Mare Mundi station Krk begrüßen. 17 Schüler und Schülerinnen verbrachten vier intensive Kurstage mit dem Team. Dabei ist auch ein Thema zu Sprache gekommen, das bei MareMundi immer wieder gern erklärt wird, die Frage nach den Löchern im Gestein und dem spannenden Thema der Bioerosion. Erst vor kurzem berichteten wir über ein bemerkenswertes kulturhistorisches Phänomen, der damit zusammenhängt: MareMundi informiert: Antike Säulen in Pozzuoli bei Neapel unterrichten Tektonik .

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Zum Einstieg ging es am ersten Tag zunächst an den Strand von Punat, um die Schüler ins Schnorcheln und die Unterwasserwelt des Mittelmeers einzuführen. Die Jugendlichen entdeckten dabei die ersten Algen, Anemonen und Krebstiere. Was den Schülern jedoch auffiel waren die zahlreichen Steine, die auffällig viele Löcher haben, ähnlich wie ein Schweizer Käse. Was hat es damit auf sich?

Kursleiter Dr. Robert Hofrichter erklärte in einem spannenden Vortrag, dass die Löcher durch verschiedene Lebewesen in die Steine gelangen können. Als Beispiel nannte Robert den roten Bohrschwamm (Cliona schmidti), der sich in Kalksubstrat bohrt. Die Gänge im Stein dienen dem Schwamm als eine Art schützendes Gehäuse.

Diese Lebensweise war den meisten Schülern neu und weckte sofort ihr Interesse.

 

Trotz starkem Wind und Wellen ließen sich die Schüler und Schülerinnen am nächsten Tag nicht die Laune verderben als sie mit dem Partnerboot M/B Košljun zur Insel Plavnik fuhren. Dort wurde der Anker gelegt und die Schüler und Schülerinnen wurden mit dem allzu gut bekannten Rätsel über die Bewohner des Felslitorals auf Jagd geschickt. Nach kurzer Zeit hatte jeder sein Tier gefunden und auch kreative Präsentationen ausgearbeitet, die wohl keinem mehr aus dem Gedächtnis gehen werden. Vor allem als die Napfschnecke über ihr „Ghetto“ und hartes Leben erzählte, verstummte das Gelächter lange nicht.

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Nach einer kleinen Mittagspause und gutem Essen, zubereitet von der sympathischen Crew der M/B Košljun, suchten allen nach spannende Landbewohnern und Pflanzen. Es dauerte nicht lange bis wir fündig wurden. Neben Salbei und Stechwacholder, wurde auch die berühmte Tarantel der Insel Plavnik und eine prachtvolle Schwärmerraupe gefunden.

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Bei der Rückfahrt machte das Boot einen Stopp bei der Steilwand, jedoch waren die Wellen leider zu hoch um außer den überaus spannenden Mönchsfischschwärmen andere Tiere an der Wand zu entdecken.

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Am letzten Tag der meeresbiologischen Exkursionswoche fuhr das Team mit der Klasse zu einer kleinen Bucht in der Nähe von Stara Baška. Dort gab es nicht nur spannende Tiere an den Felswänden zu entdecken, sondern auch in der Seegraswiese. Mit Kescher, Kübel und vollem Elan ging es in das Wasser. So wurden einige Proben von der Wiese genommen, aussortiert und nach spannenden Tieren durchsucht. Neben einer Nacktschnecke, befanden sich auch Garnelen und koloniale Seescheiden in der Probe.

Auf dem Rückweg zum Hafen von Punat wurden Planktonproben gezogen und später im Labor unter dem Binokular betrachtet. Doch die größte Überraschung kam erst auf das Team, die Bootscrew und die Schüler und Schülerinnen zu, denn als Punat schon in Sicht war, zeigte sich auch eine große Gruppe von Delfinen. Dies lies das Herz aller höherschlagen.

Um die schönen Woche ausklingen zu lassen, ging es am Abend noch gemeinsam mit dem Boot zur Inselhauptstadt Krk.

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Wir hoffen die Schüler und Schülerinnen konnten viel Neues erfahren und lernen bei uns hier an der Mare Mundi station Krk und helfen dabei unsere Meere zu schützen. Vielen Dank für die schönen Tage.

Bericht und Fotos: Laura Waldner und das MareMundi-Team

 

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