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Einen Beitrag zu dem Projekt „Kleines Übel mit großen Auswirkungen“ leistet die Forschungsarbeit von David Suppan, die im Zuge einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit über Littering verfasst wird. Das Ziel ist es, herauszufinden, wie das achtlose Wegwerfen von Zigarettenkippen in unser Umweltsystem eingreift. Hier ein kurzer Zwischenbericht der laufenden Arbeit:

Ein Typischer Stau im Stadtgebiet, während der Rushhour. Vorne ein Pkw-Fahrer, erleichtert sich das Warten durch den Genuss einer Zigarette. Die Kolonne bewegt sich weiter und die Zigarette wird durch das Fallenlassen aus dem Autofenster „entsorgt“. Dies uns viele andere Bilder, sind ein tägliches Beispiel, für den Umgang mit Zigarettenkippen. Jedoch, sind diese vielleicht mehr als nur ein unansehnlicher Anblick?

Littering – so bezeichnet man grundsätzlich das achtlose liegenlassen oder wegschmeißen von Abfällen. Mit über 4,5 Billionen Stück jährlich (das entspricht in etwa einem Gewicht von 900.000 Tonnen) sind Zigarettenkippen der am meisten gelitterte Abfall weltweit. Zigarettenkippen enthalten einen Großteil der toxischen und karzinogenen Stoffe, welche durch das Verbrennen des Tabaks entstehen. Durch das fehlerhafte Entsorgen, können sich diese Giftstoffe auswaschen und gelangen als Eluat in unsere Umwelt. Große Mengen an Nikotin, so wie Schwermetalle und PAKs (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), welche toxisch, karzinogen oder auch erbgutverändernd wirken, gefährden so Mensch, Tier und Umwelt.

Salz- und Süßwasserfische sterben schon bei einer Kippe pro Liter Wasser, das Pflanzenwachstum wird negativen beeinflusst, Nikotin kann in Oberflächengewässern nachgewiesen werden und bei Kindern treten Vergiftungserscheinungen schon durch den Konsum von nicht mehr als einer Zigarettenkippe auf. Diese und viele andre Beispiele, zeigen den negativen Einfluss von Zigarettenkippen deutlich. Leider handelt es sich bei Zigarettenkippen nicht um ein harmloses Stück Abfall, sondern vielmehr um ein aus Kunststoff hergestelltes, mit verschiedenen toxischen Stoffen durchzogenes Stück Sondermüll.

Vielerorts ist bereits das Littern von Zigarettenkippen unter Strafe gestellt. Aufklärung, Bewusstseinsbildung, Alternativen oder eben auch Strafen können in Zukunft etwas am Bewusstsein der Raucher ändern und vielleicht auch irgendwann, die Zigarettenkippe ganz aus unserem Straßenbild entfernen.

David Suppan

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Quelle: Johannes Heeb, Martina Anleidinger, Till Berger, Wolfgang Hoffelner
Eine Vergleichsstudie Schweiz – Europa, 2009
Bern-Wien