WDW - Die Antworten der 1.Runde

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Belli
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WDW - Die Antworten der 1.Runde

Beitrag von Belli » 07 Dez 2008 20:08

Hallo meine Lieben,
hier die Antworten der ersten Runde.
Bei der dritten Frage hat jeder von euch einen Punkt bekommen, da es so viele unterschiedliche Meinungen darüber gibt, aber sich alle im gleichen Bereich bewegen, so auch eure Antworten ;).



1.) Sinne
Um unter Wasser scharf sehen zu können benötigt der Mensch unbedingt eine Taucherbrille, da unsere Augen an den Brechungsindex in der Luft angepasst sind.
Wenn wir eine Taucherbrille aufsetzten sperren wir zwischen Gesicht und Brille Luft ein, und können dadurch auch unter Wasser alles klar erkennen.
Für Wale ist das scharfe Sehen über Wasser sehr wichtig, z.B. um sich orientieren zu können, oder Beute anzuvisieren.
Unter Wasser sehen sie aber auch scharf, ohne jegliche Einschränkungen (oder habt ihr schon mal einen Wal mit Taucherbrille gesehen ;)?).
Wie schafft es der Wal ober und unter Wasser mehr oder weniger scharf zu sehen?



Antwort:
Um unter Wasser scharf zu sehen, haben Wale eine angepasste Augenform: bei Walen sind die Augen ellipsenförmig, beim Menschen hingegen rund. Nun wäre geklärt, dass Wale unter Wasser scharf sehen können, aber sind sie deshalb über Wasser kurzsichtig?
Nein. Um dies auszugleichen haben Wale rund ums Auge starke Muskeln. Diese sind in der Lage die Linse so stark zu verzerren, dass Wale auch über Wasser noch fokussieren können.






2.) Sinne
Wie haben sich Flussdelphinen an die trübe Sicht in den Flüssen angepasst? Ich suche eine positive und eine negative Anpassung.



Antwort:
a.) Die positive Anpassung:
Entwprechend ihrer „blinden“ Lebensweise ist das Gehirn der Flussdelphine auf die akustische Orientierung spezialisiert. Die entsprechenden Hirnabschnitte und auch die Hörnerven sind mächtig ausgebildet, die optischen und übergeordneten assoziativen Zentren sind dagegen klein.
Ganges-Delphine schwimmen zum Beispiel in Seitenlage und orientieren sich zur hellen Wasseroberfläche hin mit dem Auge, das Helligkeitsunterschiede och gut wahrnimmt. Eine Brustflosse hält ständig tastenden Kontakt zum Untergrund.
b.) Die negative Anpassung:
Flussdelphine haben winzige Augen ohne Linsen. In Anpassung an das ständig trübe Wasser ihrer heimatlichen Flüsse mit „Sichtweiten“ von wenigen Zentimetern sind die Augen der Flussdelphine weitgehend zurückgebildet. Eine Linse fehlt völlig, die Augenmuskeln und der Sehnerv sind verkümmert.






3.) Kommunikation
Im Wasser ist Kommunikation über große Distanzen möglich.
Der Mensch hört in einem Frequenzbereich von 20 Hz bis 16000 Hz. In welchem Frequenzbereich können Bartenwale hören und in welchem Zahnwale (inklusive Echoortungsklicks)?



Antwort:
Während bei Zahnwalen zur Echopeilung hohe Frequenzbereiche von 50 - 100 kHz zum Einsatz kommen, erfolgt die Kommunikation überwiegend über vergleichsweise niederfrequente Signale, die im menschlichen Hörbereich liegen (ca. 20-20000Hz). Dabei entstehen Laute wie Quieken, Grunzen, Blöken oder Zwitschern. Die beste Hörfrequenz haben Zahnwale zwischen 20 und 70 kHz, die oberste Hörgrenze liegt bei 100 kHz.

Im Gegensatz zu Zahnwalen ist für Bartenwale die Fähigkeit zur Echolokation nicht nachgewiesen. Dagegen sind sie in der Lage, Töne im Infraschallbereich (ca. 16 bis 20 Hz) mit hoher Lautstärke auszustoßen um über große Distanzen zu kommunizieren. Der beste Hörbereich liegt allerdings zwischen 20 Hz und 200 kHz, was aber nur geschätzt werden kann. Die Rufe der größten Wale sind über mehrere 100 Kilometer hörbar.
Gibt es denn jemanden, der nichts merkt, nichts von dem wundersamen Geheimnis ahnt, das über diesem Meer liegt, dessen sanfte Wogen von einem unter ihnen verborgenen Wunder zu erzählen scheinen? (Melville)

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