WDW - Die Antworten der 4. Runde

Hier kann jeder sein Wissen über Natur & Tiere & unsere Welt unter Beweis stellen!
Für Kinder und ihre Lehrer zwischen 5 und 99. Spannende Informationen, die ihr bei uns spielerisch erlernen könnt …

Moderatoren: A-Team, Spielwacht

Antworten
Benutzeravatar
Belli
Profi
Profi
Beiträge: 601
Registriert: 14 Jul 2007 09:38
Kontaktdaten:

WDW - Die Antworten der 4. Runde

Beitrag von Belli » 04 Jan 2009 20:06

BildDas große mare-mundi
Wal & Delfin Wissens-Gewinnspiel
Bild


WDW - Die Antworten der 4. Runde




1.) Kommunikation
Pottwale bilden drei Arten von Lauten: Einfache Klicks, Langsame Klicks und *****.
Einfache Klicks werden beim Tauchen und bei der Futtersuche gebraucht.
Die langsamen Klicks werden von den erwachsenen Männchen erzeugt. Sie sind sehr laut und dauern lange an.
Pottwale decken mit ihren Tönen bis zu 15 Oktaven ab, Menschen nur drei.
Wie heißt die dritte Lautart und wozu glauben wir, dass sie verwendet wird?

Bild

Antwort:
Die dritte Laute heißen Codas. Es handelt sich hier um distinkte, rhythmische Klickmuster, die sich in Anzahl und Intervallen der Klicks unterscheiden.
Codas werden von Pottwal-Aggregationen gebildet, die durch Zusammenschluss von Familieneinheiten (Weibchen und Kälber) entstehen.
Im Buch „Der Rote“ werden Codas auch kurz angesprochen, hierbei handelt es sich einfach um die interne Kommunikation zwischen einzelnen Individuen, in den Fall Männchen.






2.)Anatomie
Was versteht man unter dem Grayschen Paradoxon und Dämpfungseigenschaften?

Antwort:
Unter dem Grayschen Paradoxon versteht man, dass die Haut der Wale durch ihre besondere Struktur ausgezeichnete Dämpfungseigenschaften gewinnt, die sie fast sämtliche störende Wirbelbildungen an der Körperoberfläche elastisch abfangen lässt und es den Tieren erlaubt, fast reibungslos durch das Wasser zu gleiten.
Die Dämpfungseigenschaften kommen hauptsächlich durch die ungewöhnliche Verbindung zwischen den obersten Hautschichten zu Stande.
Es handelt sich um einen Strömungseffekt. Um die Wirbelbildung abzudämpfen besitzt die Lederhaut (Corium oder Dermis) lange Papillen, die einen Saum bilden und mit der darüber liegenden Epidermis verzahnt sind. Die Papillen der Lederhaut sitzen dabei auf Lamellen, die weitestgehend quer zur Körperlängsachse und damit auch zur Strömungsrichtung gestellt sind.






3.) Thermoregulation
Wie wir bereits bei Runde 2 gesehen haben, besitzen Wale eine dicke Fettschicht, den sogenannten Blubber.
Dieser Blubber umfasst aber nicht den ganzen Körper. Wie können Wale den Wärmeverlust an den Flossen vermeiden?

Bild
Eine Pottwalschwanzflosse.

Antwort:
Wale können dies durch ein aufwendiges Blutregulierungssystem, das ihnen gestattet, so viel wärmendes Blut in die Flossenoberfläche zu senden, dass Erfrierungen vermieden werden, aber Wärmeverluste noch möglichst gering bleiben.
In den Flossen liegen oberflächlich Arterien, umgeben von einem Netz von Hunderten kleiner Venen, die wie eine Art Rückflusskühler nach dem Gegenstromprinzip arbeiten und für Wärmeaustausch sorgen. Sie geben vor allem die überschüssige Wärme ab, die bei der Muskelarbeit entsteht.
Der Gegenstrom führt die Stoffe so, dass sie entgegenkommend aneinander vorbei strömen. Idealerweise werden die Temperaturen der Stoffströme getauscht, das heißt, dass das ursprünglich kalte Medium die Temperatur des ursprünglich heißen Mediums erreicht und umgekehrt.






4.) Anatomie
Warum sind bei Walen keine Rahmen- und Röhrenkonstruktionen aus festen Kompaktknochen mehr notwendig? Und was stützt stattdessen den Walkörper?

Bild
Der Aufbau eines Röhrenknochens.

Antwort:
Da im Wasser die einseitige Belastung durch die Schwerkraft entfällt und der hydrostatische Druck wie auch die Auftriebskraft des Wassers auf die Körper gleichmäßig und entlastend wirken, wird der massive Kompaktknochen überflüssig.
Als Skelettelemente dienen feinmaschige Spongiosaknochen, die leichter, elastischer und zudem auch intensiver durchblutet sind.
Ähnlich hydrostatisch günstige Eigenschaften könnte möglicherweise auch das Knorpelgewebe besitzen.
Auch das Fettgewebe wird offensichtlich an vielen Stellen des Walkörpers als Baustruktur verwendet.






5.) Lautäußerungen
Diese Frage ist nicht so einfach, aber ihr habt ja genug Zeit ;).

Der Buckelwal ist ein wahrer Sänger, doch er ist nicht der einzige der darin begabt ist. Es gibt ein Tier, das Laute erzeugen kann, die dem Gesang des Buckelwals sehr ähnlich sind.
Diese Art lebt an Land und gehört zu den Unpaarhufern.

Bild

Bild

Antwort:

Bild

Die richtige Antwort ist das Sumatra Nashorn (Dicerorhinus sumatrensis). Das Sumatra- Nashorn ist das kleinste lebende Nashorn. Es ist zwar klein, aber das kommunikativste Nashorn. Man unterscheidet unter drei verschiedenen Lauten, Eep, Whale und Whistle-Blow. Wobei sich Whale ähnlich wie der Gesang der Buckelwale anhört.
Hörbeispiele findet ihr hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Sumatran_Rhinoceros






6.) Evolution
Wer ist den Walen am nächsten verwandt? Wie wurde dieser Verwandte festgestellt? Und warum hat man lange Zeit geglaubt, dass es anders wäre? Und wann lebte ihr gemeinsamer Vorfahre ungefähr?

Antwort:

Bild

Flusspferde (Hippopotamidae) sind die nächst verwandten der Wale. Aufgrund der Anatomie und dem Aussehen der Flusspferde hat man lange geglaubt, dass sie mit Schweinen oder Pferden verwandt sind und hat sie deshalb nicht mit Walen in Verbindung gebracht. Doch dies konnte über molekulare Untersuchungen widerlegt werden.
Dazu muss allerdings gesagt werden, dass Fossilfunde das Ganze ein wenig durcheinander bringen, da die ältesten Flusspferdknochen 15 Mio. Jahre alt sind und die ältesten Walknochen etwa 50 Mio. Jahre.
Deswegen wurden Raoellidae, die eine Schwesterngruppe der Flusspferde sind und schon früher gelebt haben und bereits ausgestorben sind, die nächsten Verwandten der Wale sind.
Der gemeinsame Vorfahre der Wale und Flusspferde hat vor etwa 50 bis 60 Millionen Jahren gelebt. In der Zeit entstanden die Wale, die ins Wasser wanderten und große Gruppe schweineartiger vierbeiniger Tiere. Jedoch überlebte von der zweiten Gruppe nur das Flusspferd.
Deshalb ist das Flusspferd der heute noch lebende nächste Verwandte der Wale.
Gibt es denn jemanden, der nichts merkt, nichts von dem wundersamen Geheimnis ahnt, das über diesem Meer liegt, dessen sanfte Wogen von einem unter ihnen verborgenen Wunder zu erzählen scheinen? (Melville)

Antworten

Zurück zu „Spiele, Quiz, spielerisch lernen & Unterhaltung“