RSEC-Bericht: Reef Check Safari in den Süden Ägyptens

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Robert Pudwill
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RSEC-Bericht: Reef Check Safari in den Süden Ägyptens

Beitrag von Robert Pudwill » 04 Dez 2010 20:54

RSEC-Bericht: Reef Check Safari in den Süden Ägyptens

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Reef Check

Vom 12.11. bis zum 18.11.2010 fand eine vom Red Sea Environmental Center (RSEC) und den Sinai Divers organisierte Reef Check Safari in den Süden Ägyptens staat.

Die Abfahrt erfolgte von Marsa Alam und führte bis in die Tauchgebiete der St. Johns Riffe. Die Ghazala Voyager war ein gut ausgerüstetes und bequemes Tauchschiff mit einer guten Besatzung. Pro Tag wurde 2 bis 4 mal getaucht. Die Tauchgänge wurden von einem ortskundigen Tauchguide begleitet. Ziel war es den Zustand der Riffe zu untersuchen, da aus dem Gebiet bisher keine Daten vorlagen. Reef Check ist ein internationales Programm das den Zustand der Riffe weltweit überwacht. In Ägypten werden die Untersuchungen von Reef Check Europe durchgeführt. Der Reef Check wurde von Christian Alter vom RSEC geleitet www.redsea-ec.org . Acht Taucher aus Deutschland, Frankreich, Niederlande und Polen führten die Untersuchengen durch. Vor den Untersuchgen erfolgte eine intensive Einweisung der Taucher in die Methoden des Reef Checks und die zu erfassenden Indikatorarten und Korallenschäden. Mit dem neuen Reef Check UW-Fieldguide war es kein Problem in kurzer Zeit die Methoden zu erlernen und anzuwenden.

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Beunruhigend: Spuren der Korallenbleiche ...

Die Tauchplätze waren von Tauchern gut besucht, es waren fast immer mehrere Tauchschiffe an den Tauchplätzen. Die Wassertemperaturen lagen zwischen 27 und 29 °C in 20m Wassertiefe. Die Riffe im Süden Agyptens sind für Großfische, Haie, Mantas und Delphine berühmt. Die Erwartungen waren also hoch diese Tiere auch zu sehen. Leider wurden die Erwartungen nicht ganz erfüllt. Delphine wurden vom Schiff und bei Tauchgängen beobachtet. Dagegen wurde nur ein Manta gesichtet. Großfische wie Stachelmakrelen, Napoleon waren selten.

Haie wurden keine gesichtet. Die Ursachen sind unklar. Hier werden noch weitere Daten zum Vorkommen dieser Arten benötigt. Auch Du könntest helfen: Denkbar wäre es auch die Sporttaucher an der Datensammlung zu beteiligen. Es schlummern sicher viele Beobachtungen von Haien, Mantas und Napoleon in den Logbüchern der Sporttaucher. Diese Daten sollte man über eine einfache Eingabe in ein Formular über das Internet sammeln. Es sind bestimmt viele Sporttaucher bereit ihre Beobachtungen für den Schutz dieser Arten zur Verfügung zu stellen.

Es wurden immer wieder gebleichte Korallen gefunden. Bisher war die Korallenbleiche aus diesem Gebiet nicht bekannt. Als Ursache könnten die hohen Temperaturen gelten. Auch Schäden durch die Dornenkrone und die Drupella-Schnecken wurden gefunden. Eine allgemeine Bewertung des Riffzustandes ist aufgrund einer Untersuchung noch unsicher. Es müssen noch weitere umfangreichere Untersuchungen folgen.

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St. Johns

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St. Johns

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Napoleon-Jungtier

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Napoleon

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Napoleon

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Korallenbleiche

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Korallenbleiche

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Drupella-Schnecke frist Korallenpolypen

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Dornenkrone

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