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Das Krebsrisiko als Argument pro und contra Glyphosat?

Verfasst: 03 Dez 2017 12:01
von Dr. Robert Hofrichter
Liebe Naturfreunde,

in den letzten Wochen haben wir viel über Glyphosat gehört. Ein Teil der Diskussion drehte sich darum ob Glyphosat krebserregend ist. Es gibt Menschen, die so einen Verdacht schnell aufgreifen, es gibt andere, die dieses Risiko als nicht bewiesen betrachten, manche verharmlosen es auch.

Doch meiner Meinung nach ist es fast schon "egal", genauer: Es ist wenig zielführend darüber zu polemisieren, da wir alle wenig Sachliches zu dieser Diskussion beitragen können.

Mein Bauchgefühl sagt mir: Unabhängig davon on Glyphosat krebserregend ist oder nicht möchte ich nicht, dass unsere Felder, Wiesen, unsere eine Welt, in der wir leben, mit irgendetwas vergiftet wird, egal wie es heißt und ob es Verdachtsmomente gegen dieses Mittel gibt. Kein Mensch glaubt etwa, dass diese Mittel (alle miteinander) gesund sind, der Gesundheit zuträglich, die Gesundheit fördernd. Hingegen zweifelt heute kein vernünftiger Mensch mehr an, dass all diese Mittel dazu führen, dass Blumen sterben, in weiterer Folge die Insekten und eben auch die Vögel. Und der Boden, in dem Milliarden von Organismen leben. Unsere Lebensgrundlagen werden zerstört, die Biodiversität äußerst negativ beeinflusst. Für unsere Nachkommen hinterlassen wir einen Scherbenhaufen.

Wäre es nicht sinnvoller die Diskussion in diese Richtung zu lenken, und weniger über die polemische Frage zu rätseln, ob Glyphosat krebserregend ist, für uns kurzfristig ohnehin nicht so leicht zu beantworten (nur langjährige klinische Studien können das)? Das wäre natürlich ein zusätzliches Argument gegen dieses Mittel (wie auch viele andere). Doch müssen diese Mittel auch unabhängig davon verboten werden. Ist meine Meinung. Wie ist Eure?

Siehe auch:
:arrow: https://www.deutschlandfunknova.de/nach ... ierungslos
:arrow: https://www.nature.com/articles/s41598- ... eJqg%3D%3D

Re: Das Krebsrisiko als Argument pro und contra Glyphosat?

Verfasst: 10 Jan 2018 19:05
von Caro zwo
Schon lange beschäftigt mich dieses Thema, wie Ihr auch in meinen Threads hier im Off-Topic nachlesen könnt.

Ja, und dann der "Alleingang" von "unserem" besten aller Landwirtschaftsministern in Brüssel ...
von wegen "allein". Dahinter stand "unsere" Regierungsspitze ... und natürlich dahinter die Lobby ... .
Ein Skandal ohne Gleichen und eine Enttäuschung ohne Ende.
WO waren denn da mal wieder "unsere" Grünen ???!!??!!!!!

Schon im Oktober hat sich ein regionaler Milcherzeuger dagegen ausgesprochen (wurde natürlich nicht groß in der Presse berichtet ...)
https://www.agrarheute.com/tier/rind/mo ... ung-539730

Und jetzt aktuell hat sich noch ein großes Unternehmen angeschlossen
https://www.agrarheute.com/management/a ... ger-541618

Wieder einmal David gegen Goliath ...
Aber der Verbraucher hat die Macht !!!!!
Dann eben in kleinen Schritten :P

Liebe Grüße
Caro

Re: Das Krebsrisiko als Argument pro und contra Glyphosat?

Verfasst: 13 Jan 2018 00:39
von Vampirtintenfisch
Ich tu mir da echt schwer mit dem Thema, muss zugeben ich habe mich auch noch nicht näher damit beschäftigt

Gibt es seriöse wissenschaftliche Studien zum Krebsrisiko von Glyphosat?

In meiner Wahrnehmung ist ja schon fast alles mit dem man im Leben in Berührung kommt irgendwann als krebserregend bezeichnet worden.

netter Artikel dazu:

Das ganze Leben ist krebserregend:

https://futurezone.at/meinung/das-ganze ... 56.035.011

Re: Das Krebsrisiko als Argument pro und contra Glyphosat?

Verfasst: 13 Jan 2018 09:19
von Dr. Robert Hofrichter
Vampirtintenfisch hat geschrieben:
13 Jan 2018 00:39
netter Artikel dazu:
Das ganze Leben ist krebserregend:

https://futurezone.at/meinung/das-ganze ... 56.035.011
Danke für den Link, ich mag diese Hysterie auch nicht ...

Re: Das Krebsrisiko als Argument pro und contra Glyphosat?

Verfasst: 20 Jan 2018 07:21
von Dr. Robert Hofrichter
Caro zwo hat geschrieben:
10 Jan 2018 19:05

Aber der Verbraucher hat die Macht !!!!!
Liebe Caro, es ist fast wie in der "guten alten Zeit", wenn ich Dich hier im Forum "sehe". :P

Es wäre schön, wieder so eine nette Diskussionsrunde zu haben wie damals, denn das gute alte Forum hat im Vergleich zu den modernen Kommunikationswegen wesentliche Vorteile, wie wir uns im Verein überlegt haben ...

Re: Das Krebsrisiko als Argument pro und contra Glyphosat?

Verfasst: 20 Jan 2018 20:56
von Caro zwo
Ja, lieber Robert, die Trulla ist wieder da :lol: .
Zwar mit leider nicht so viel Zeit wie vor 10 Jahren - aber ich werde mir Mühe geben.

--- Und zum Thema krebserregend ..
im Falle einer entsprechenden Diagnose reden wir mal weiter.
Und betreiben Ursachensuche.

Liebe Grüße
Caro

Re: Das Krebsrisiko als Argument pro und contra Glyphosat?

Verfasst: 11 Feb 2018 02:11
von Redaktion HW
passend zum Thema:

https://kurier.at/wirtschaft/die-lobbyi ... 10.044.411

über 12 Mio EUR Jahresbudget für Lobbying, das ist echt gruslig!

Re: Das Krebsrisiko als Argument pro und contra Glyphosat?

Verfasst: 11 Feb 2018 18:31
von Caro zwo
Danke für den Link, liebe Redaktion.

Ein Bravo an Frau Staudacher, die diese Zusammenhänge so perfekt recherchiert und aufgezeigt hat !

Liebe Grüße
Caro