individueller Tierschutz und regionale Kultur

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individueller Tierschutz und regionale Kultur

Beitrag von Caro » 04 Jun 2011 18:15

Zu meinem Thread in "Sonstiges" zum Thema Tierschutz, Tiertransporte,
hier nochmals separat der TV-Tipp dazu:

am kommenden Dienstag, 07.06. um 22:15, im ZDF die Sendung 37°.
Eine der erschütternden Reportagen von dem von mir hochgeschätzten Herrn Karremann, der sich schon lange Jahre intensiv mit dem Thema Tiertransporte beschäftigt.

http://37grad.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0, ... 06,00.html

Viele Grüße
Caro
"Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, hätten wir nichts erreicht. Erst wenn es uns gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: UNS !" Zitat von Michael Aufhauser

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Re: individueller Tierschutz und regionale Kultur

Beitrag von Caro » 05 Jun 2011 19:19

Vielleicht sollte ich dazu doch noch etwas mehr sagen.
(Weil ich auch immer so schnell-schnell und dann "kryptisch" schreibe :oops: )

Herr Karremann setzt sich in dieser Reportage mit dem Schicksal der Schlachtfohlen auseinander.
Dabei möchte auch ich jetzt außen vor lassen, ob das Essen von Pferdefleisch "ethisch" ist ... handelt es sich doch um ein Tier, dass dem Menschen gedient hat - ob als Arbeitstier, Freund oder "Sportgerät" ... .
Ich werfe das daher auch kritisch ein, weil auch auf solchen Schlachttransporten immer wieder Ponies zu finden sind - ein langweilig gewordenes Spielzeug der Kinder, das den Eltern dann irgendwann zu teuer und zu lästig geworden ist .... :cry:

Es geht hierbei um die regionale Kultur.
Damit meine ich, dass Zuchtverbände irrwitzige Standards festsetzen ... eine schepse Blesse und eine rosane Nüster und das Fohlen ist "Ausschuss" !
Zudem wird zu viel "produziert" !

Wenn ich allein an den traditionellen Rossmarkt in Rottenbuch hier in Bayern denke, kommen mir nur noch die Tränen ! Da bieten fast hauptsächlich die Pferdemetzger aus Italien mit ... und ich weiss nicht, ob das jemand von Euch schon mal erlebt hat, wie ein Fohlen von der Mutter getrennt werden muss .... .
Das wunderbare Süddeutsche Kaltblut wird auch überproduziert ... .
Tja, Hauptsache 300 Euro - und schon hat es sich doch "gelohnt".

Für 300 Eumels beschert man einem jungen Tier ein derartig grausames Schicksal ... .

Dieses Schicksal hat nicht nur der Stolz von Bayern ... davon betroffen sind die Haflinger und auch in Ö die wundervollen Noriker ... .

gut, die Schweiz lässt keine solchen Exporte zu (ach, meine lieben Eidgenossen sind mein Traumland in Sachen Tierschutz !!!!!!!), Österreich hat auch strengere Bestimmungen als D - aber es besteht weiterhin unbedingter Handlungsbedarf !!!!!
Herr Karremann wird das genau aufzeigen (wie ich ihn kenne ...) !

Ich will jetzt nicht auf den traditionellen Pferdefleisch essenden Nationen rumhacken. Italien, Frankreich und auch der "echte" Rheinische Sauerbraten wird aus Pferdefleisch zubereitet ... :roll:
ABER, man sollte das Bewusstsein haben, WO die Tiere herkommen (z.B. auch aus POLEN !!!).
Und WIE sie transportiert und dann im Akkord geschlachtet werden (bei den Fohlen ist kaum ein erfolgreicher Bolzenschuss zu plazieren ... aber gut, wenn man denn aus ihren kleinen Popöhchen Carpaccio schneiden will ... :? )

Bitte informiert Euch, schaut Euch das an - auch wenn es mal wieder für empfindsame Gemüter eine Zumutung ist ... -.

Übrigens habe ich auch schon länger italienische Freunde darüber informiert, die in der Umgebung von Meran leben. Die standen daraufhin Kopf. Dort wird jetzt ein Protest vorbereitet, dass die Menschen nicht einverstanden sind, dass solche Tiertransporte bei ihnen überhaupt vorbeigehen :wink:

Liebe Grüße
Caro
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Re: individueller Tierschutz und regionale Kultur

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 05 Jun 2011 19:56

Caro hat geschrieben: Herrn Karremann, der sich schon lange Jahre intensiv mit dem Thema Tiertransporte beschäftigt.
...wahrlich, ein sehr trauriges Thema! Danke für den Hinweis, ich hoffe, dass es viele Menschen sehen und manche vielleicht ihr Konsumverhalten ändern.
Die ... Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält. Leo N. Tolstoi

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