coming 2012: Rob Berthoff - Die stummen Zeugen von Gigliano

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Dr. Robert Hofrichter
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coming 2012: Rob Berthoff - Die stummen Zeugen von Gigliano

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 08 Jan 2012 14:33

coming soon 2012: Rob Berthoff - Die stummen Zeugen von Gigliano

Hinaus, hinaus aufs weite blaue Meer,
Hinaus, wo Himmel nur und Welle,
Wo nie das Herz mir bang und schwer,
Zu Schiff, zu Schiff ist meine Stelle!


Erzherzog Ferdinand Max,
Oberkommandant der österreichischen Kriegsmarine



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2011: Im Herzen des Mittelmeeres, südlich von Malta, liegt die kleine, wenig bekannte Insel Gigliano, Schauplatz eines Dramas...

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... Der Hai stieg zur Wasseroberfläche auf, durchbrach sie kurz mit seiner Rückenflosse und driftete mit der Strömung langsam nach Osten. Dem schnell schwimmenden Schwarm musste er nicht folgen. Mit dem prall gefüllten Magen konnte er lange auskommen. Den Weg der Tune kannte er. Tage später erreichte der Hai die Straße von Sizilien. Die Strömung schob ihn von hinten immer noch an, doch sie war nicht mehr so mächtig. Nach tiefen Meeresgebieten erreichte er seichte Gewässer voller Leben. Zwischen Sizilien, Tunesien und Malta, lagen kleine Inseln, Untiefen und untermeerische Canyons, die weiter im Südosten an endlose Seegraswiesen angrenzten.
Das Mittelmeertief hatte sich längst über der Adria aufgelöst...


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Ich aber sitze nun hier,
verlassen,
ohne auch nur einen Schirm zu haben,
denn all mein Hab und Gut,
alles liegt unten in der Tiefe,
unter sengender Sonne am einsamen Strande.

Erzherzog Ludwig Salvator


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„Mut!“, rief Sciaffino mit unsicherer Stimme. „Ihre Nixe schwimmt doch noch!“
Es klang wenig überzeugend, aber Sciaffino meinte es gut. Es sollte das letzte Aufbegehren des Mutes für die Nixe bleiben. Das Schiff löste sich von der beträchtlichen Dünung angetrieben von den Felsen Ave Marias und trieb noch kurz in unsere Richtung. Dann sank es vor unseren Augen, und an der Stelle, wo es sich vor kurzem noch erhoben hatte, blieb für wenige Augenblicke ein Wirbel zurück, aus dessen Mitte eine der Mastspitzen und der Rauchfang emporragten. Schließlich bedeckten nur noch die mächtigen Wogen des Meeres die Stelle des Untergangs, und der Ghibli errang einen erneuten Sieg über die Menschen.


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„Du brauchst wieder eine extra Einladung?“, fauchte er Matteo an.
Es ärgerte ihn, dass Matteo, der für diesen Job nicht geschaffen war, von Dio für dasselbe Geld wie er angeheuert worden war.
Sergio holte aus dem Hohlraum sieben Seilstücke heraus, die er vorher von einer Rolle abgeschnitten hatte. Jeder nahm ein Stück und band die Füße der ausgestreckten Körper an der Kette fest.
„Der atmet noch…“ versetze Matteo leise, ohne seine Kumpanen anzublicken.
„Was macht es für einen Unterschied?“, entgegnete Sergio ungeduldig.
„Pack lieber an. Luca, du nimmst dieses Ende, Matteo, du das andere. Ich schiebe die Kette hier in der Mitte mit der Stange an. Legt los!“
Luca und Matteo taten, was ihnen Sergio befahl. Sergio ergriff die elektrische Bedienung der Plattform, die an einem Kabel über seinem Kopf hing. Sie setze sich in Bewegung und stoppte erst, als das Wasser fast auf die Körper schwappte.
„Jetzt!“, rief Sergio.


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Vicky öffnete die hölzerne Tür, die trotz mehrmaligen Besprühens mit einem Schmiermittel immer noch furchtbar quietschte, und trat hinaus in das grelle Licht eines strahlenden Mittelmeermorgens.
Geblendet sah sie sich um. Ihre beiden Begleiter hockten im Schatten des knorrigen Olivenbaums und bastelten an der Tauchausrüstung. In dieser Olive hatten sie scherzhaft den guten Geist ihres Projekts namens Giorgio angesiedelt, da der knorrige Stamm so etwas wie zwei Augenhöhlen, eine Nase und einen Mund zeigte.
Bereits vor drei Jahren hatte das SOS-Team rund um Jeremy Fergusson diese provisorische Forschungsbasis unter dem südlichen Hang des Monte Epomeo eingerichtet. Schon lange davor nutzen Taucher von Malta und ganz speziell Jeremy diesen Geheimplatz im Süden Giglianos, der zugleich der Traumplatz aus Jeremys Jugendjahren war. Legendär waren seine Erzählungen über die großen Aufbruchsjahre des Tauchens Ende der Siebziger und später in den Achtzigern. Waren schon die Tauchplätze rund um Malta großartig, spielte Gigliano in all den Geschichten doch die Schlüsselrolle...


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Ein Eidechsenfisch von Gigliano

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Die ... Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält. Leo N. Tolstoi

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