Luchs in Niederbayern wurde vergiftet

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Caro
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Luchs in Niederbayern wurde vergiftet

Beitrag von Caro » 07 Apr 2012 20:40

Liebe Freunde !

Hier eine traurige Geschichte, die Parallelen zu den Ereignissen in der Slowakei zeigt ... .
Der Mord an Milos Hündin Lilica und der Hirschklau in Vlados Revier ... .

Mal wieder muss es sich bei dem Täter um einen gar unedlen Waidmann handeln :x
Wer sonst hat einen Rehkadaver zur Verfügung, den er als Giftköder auslegen kann ???!!????! :twisted:

Und wahrscheinlich ist das Luchsbaby auch tot :cry:

Bitte lest !

http://www.tz-online.de/aktuelles/bayer ... 66673.html

Rinchnach - Sie wirkte aus der Entfernung, als hätte sie sich nur hingelegt und würde von ihrer friedlichen Umgebung träumen. Doch im Körper der Luchsin Tessa war kein Funken Leben mehr.

© dpa

"So wurde Tessa am 13. März bei Rinchnach aufgefunden. Im Körper hatte sie Gift, mit dem ein Beutetier präpariert worden war.
Vor gut zwei Wochen hatte ein Unbekannter das streng geschützte Muttertier im Bayerischen Wald nahe Rinchnach (Kreis Regen) vergiftet: Dazu präparierte der Tierhasser einen toten Rehbock, indem er ihn mit einem Messer aufschlitzte und in die Wunde ein Insektenvernichtungsmittel streute. „Es handelte sich um ein Nervengift, das seit 2007 in der Europäischen Union verboten ist“, sagt der Sprecher des Nationalparks Bayerischer Wald, Rainer Pöhl­mann, dazu.

Die fast dreijährige Luchsdame Tessa fraß mehrmals von dem Rehbock – ihr Todesurteil. Sie wurde so stark vergiftet, dass sie 300 Meter von dem Kadaver entfernt zusammenbrach und nach Atemstillstand verendete. Ihr gelber Sender schickte 36 Stunden später eine SMS an die Wildschützer des Nationalparks Bayerischer Wald: eine Mitteilung, dass sich die schöne Raubkatze seit Langem nicht mehr bewegt hat.

Tessas Schicksal in Bildern

Wegen des Luchsmordes herrscht nicht nur im Bayerwald eine Riesenempörung. Der Nationalpark hat bei der Staatsanwaltschaft Deggendorf Anzeige erstattet. Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz und der Bayerische Jagdverband zusammen mit der Wildland-Stiftung verurteilten die Tat an Tessa aufs Schärfste. „Ihr Tod stellt einen schweren Schlag für die Artenschutzbemühungen dar“, teilten die Verbände mit. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hatten die Verbände kurz nach der Tat sofort eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt und Strafanzeige gestellt. Falls der Täter erwischt werden sollte, drohen ihm bis zu drei Jahre Haft.
Währenddessen macht man sich Sorgen wegen des Jungtieres von Tessa, über dessen Verbleib es keine Anhaltspunkte gibt. Die Hoffnung ist, dass sie nicht gemeinsam mit der Mutter – wie bei Luchsen üblich – gefressen hat.

Tessa war eine von fünf Muttertieren, die in Bayern nachgewiesen werden konnten. Seit der Luchsbeobachtung im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet wurden insgesamt nur rund 40 Tiere von Fotofallen erfasst.Ob es sich dabei immer um verschiedene Luchse handelte, ist nicht klar.

Gestern schlossen sich die Gregor-Louisoder-Umweltstiftung und die Umweltschutzorganisation WWF der Suche nach dem grausamen Wilderer an. Sie erhöhten die Belohnung um 10 000 Euro. Die Vergiftung durch einen präparierten Reh-Kadaver stelle eine neue Eskalationsstufe der Wilderei dar."


Liebe Grüße
Caro
"Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, hätten wir nichts erreicht. Erst wenn es uns gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: UNS !" Zitat von Michael Aufhauser

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