Mini-Wissensquiz-Meeresbiologie: Was ist das?

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Tom Puchner
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Beitrag von Tom Puchner » 09 Jan 2009 16:51

Ah so, du weißt also auch nicht, ob's Rotalgen, Kieselalgen oder Cyanobakterien sind?
meer erleben - mehr begreifen
www.meeresbiologie.at
www.planet-ocean.at

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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 09 Jan 2009 17:54

hihi ... nicht so genau ... :wink:
Die ... Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält. Leo N. Tolstoi

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Beitrag von tauchen24.info » 09 Jan 2009 19:44

und uns raten lassen :lol:
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Braun und schleimig: Beläge, die sich nur äußerlich ähneln

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 09 Jan 2009 20:01

... hier also der Text aus dem Mittelmeerbuch, der aber genauso auf die Unterwasserwelt der Seychellen zutrifft ... Nicht in Bezug auf die genannten Arten (da gibt es auf den Seychellen wohl andere) und die zeitliche Abfolge im Jahresverlauf, aber so grundsätzlich. Ich gehe davon aus, dass es sich entweder um Cyanobakterien handelt oder um Kieselalgen (Diatomeen). Ohne Mikroskop lässt sich das kaum entscheiden. Die Bläschen stammen von der Photosynthese der Kolonie, es ist also Sauerstoff.


Braun und schleimig: Beläge, die sich nur äußerlich ähneln

Verschiedene Substrate wie Steine, Sedimentgrund oder Algen sind im Mediolitoral und oberen Infralitoral zeitweise mit einem bräunlichen Belag bzw. Überzug bedeckt. Obwohl dieser auf den ersten Blick sehr ähnlich aussieht, kann er doch auf drei grundverschiedene Organismengruppen zurückgehen, nämlich auf prokaryotische Cyanobakterien („Blaualgen“) oder auf eukaryotische Kieselalgen (Protista) und Braunalgen (Phaeophyceae).

In der Nordadria dominieren in den Wintermonaten, wenn die Temperaturen am niedrigsten sind, ab Januar die Diatomeen (Kieselalgen) mit Licmophora flabellata, Striatella unipunctata, Achnantes sp. und Navicula sp. Ein solcher Navicula-Bestand in etwa 2 Meter Tiefe ist unten zu sehen. Derartige Diatomeenbeläge können oft nahezu die ganze Litoralzone bedecken.

Nachfolgend verschwinden die Kieselalgen und zwischen März und Ende Mai erscheinen Bestände der Braunalge Ectocarpus, die den Ersteren makroskopisch zum Verwechseln ähnlich sein können. Von der räumlichen Ausdehnung können Ectocarpus-Bestände ähnlich groß sein als die Diatomeenüberzüge.

Noch später im Jahr, mit steigender Wassertemperatur, stellt sich der übliche Makrophyten-Algenbewuchs mit Rot-, Braun- und Grünalgen ein. Im Spätsommer, bei der höchsten Wassertemperatur im Jahr, erscheinen erneut braune Überzüge. Diesmal sind sie von Cyanobakterien gebildet
(z. B. Phormidium). Die Dimensionen dieser Bestände bzw. Gebilde sind kleiner als die beiden vorhergehenden. Blaualgenmatten fühlen sich wie die Diatomeen schleimig an, sind aber viel kompakter bzw. dichter als jene. Phormidium-Lagen können wie ein Tuch vom Substrat abgehoben werden. Auf ihrer Unterseite können sich, wie auf dem Foto unten zu sehen, Gasblasen (mit Sauerstoff) bilden.

Die Unterscheidung der verschiedenen „braunen Überzüge“ ohne Mikroskop wird durch ihr zeitlich verschobenes Auftreten erleichtert. In der Nordadria treten die abgebildeten Diatomeen in dieser Form nur im Winter und Frühjahr auf, die Blaualgen nur im Sommer und Herbst und Ectocarpus dazwischen. Beim Blick durch ein Mikroskop sind die Unterschiede leicht zu erkennen.
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Beitrag von tauchen24.info » 09 Jan 2009 21:31

da waren wir ja alle auf dem richtigen wege 8)
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Beitrag von Andiline » 09 Jan 2009 22:28

Wie, Robert, Du hattest auf den Seychellen unter Wasser das Mikroskop nicht dabei? Das war aber verdammt nachlässig von Dir, man sollte halt IMMER eins dabei haben... :lol: :lol: :lol:
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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 10 Jan 2009 09:48

Da hast Du nicht Unrecht ... Zumindest eine starke Lupe. Die habe ich auch dabei, aber nicht unter Wasser. Aber ich werde mich bessern ... :oops:
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