Steinsuppe - an der Schule am Meer auf Krk wiederbelebt ...

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Steinsuppe - an der Schule am Meer auf Krk wiederbelebt ...

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 27 Okt 2015 16:37

Die Steinsuppe - ein ausgestorbenes Kulturgut der Mittelmeerregion wird wiederentdeckt

Die archaisch anmutende kulinarische Spezialität wird es in Punat auf Krk an der Schule am Meer ab April 2016 zu verkosten geben

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Vor Jahrhunderten haben arme Menschen der adriatischen Inselwelt nach schlechten Fängen einen so genannten "lebenden Stein" zur Suppe verkocht. Durch Recherchen in alten Quellen hat der Meeresbiologe Robert Hofrichter diese Tradition wiederentdeckt und mit Hilfe eines alten Fischers und Seemanns nachgekocht. Obwohl er nicht für Fischgerichte und "frutti die mare" schwärmt und anfänglich entsprechend skeptisch war, verblüffte ihn das Ergebnis am Ende: Es handelt sich um eine kulinarische Köstlichkeit. Doch nicht nur das: Hier wird auch die enge Verbundenheit und Abhängigkeit der Menschen mit und von ihrer Umwelt greifbar. Man erhält eine Lektion über das harte Leben früherer Generationen und die Wechselwirkungen von Mensch und Meer. Das war für mare-mundi Grund genug die verloren gegangene Tradition wieder zu beleben. Ab 2016 können nicht nur Schulen, die bei uns ihre Projektwochen abhalten, sondern auch jeder interessierte Besucher diesen kulinarischen Ausflug in die Vergangenheit unternehmen.

:arrow: Ort:Schule am Meer in Punat auf der Insel Krk, Kroatien

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Neben all den „herkömmlichen“ Nahrungstieren, deren Verzehr sich auch einer breiten Zustimmung in Mittel- und Nordeuropa erfreut und keine abfälligen Bemerkungen provoziert, verspeisten die Menschen mediterraner Küsten doch auch viele für den kontinentalen Geschmack eher ungewöhnliche Meeresbewohner: „... schon der Süditaliener ißt manches, was dem Binnenländer ungenießbar erscheinen würde; die griechischen und albanesischen Matrosen, die nach Triest kommen, sollen, wie die Triestiner mit einiger Geringschätzung erzählen, gleich den Chinesen Seewalzen (Holothurien) verzehren und auch Seeigel nicht verschmähen, deren Genitalien mit Zitronensaft auch in Italien gegessen werden …“
(Adolf Steuer in einem kurzen Aufsatz aus dem Jahr 1904).

Die Beweggründe für den Verzehr ungewöhnlicher Nahrungsmittel aus dem Meer lagen oft weniger im Reiz des Neuen und Unbekannten als vielmehr in Armut und Hunger. Manche Küstenregionen und Stadtstaaten wie Venedig und Genua brachten es zwar dank dem Meer zu sagenhaftem Reichtum, dieser Wohlstand ging aber nicht auf den eher spärlichen Fischreichtum des Mittelmeeres zurück, sondern vielmehr auf das Verschiffen von Waren in alle Himmelsrichtungen. Abgelegene Küstenregionen abseits der wichtigen Handelsrouten blieben hingegen oft arm. Man kann nur mutmaßen, dass die so genannte „Steinsuppe“, die an den Küsten Istriens und auch auf den dalmatinischen Küsten gekocht und gegessen wurde, nicht aus kulinarischer Experimentierfreudigkeit entstanden ist. Dicht mit tierischem Aufwuchs bewachsene Steine – für Meeresaquarianer als „lebende Steine“ begehrte Objekte für ihre Becken – wurden im Wasser gekocht und die so entstandene Suppe gegessen.

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Quelle: HOFRICHTER R., 2003: Ungewöhnliche Delikatessen aus dem Mittelmeer. 510-513. In: HOFRICHTER R. (Hrsg.), 2003: Das Mittelmeer. Fauna, Flora, Ökologie. Band II: Bestimmungsführer. 890 Seiten. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg Berlin.

:arrow: Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir das Geheimnis des Küchenchefs hier nicht restlos preisgeben wollen ... :chef: :chef: :chef: ! Besuchen Sie uns und kosten Sie selbst, welche köstliche Spezialität man aus einem "Stein" herzaubern kann!

:arrow: Ein faszinierender Kurzfilm des Kameramanns Roland Wieland http://www.alpinfilm.eu hat das erste Kochen der Steinsuppe bei mare-mundi auf Krk festgehalten. Diesen Film können Sie bei uns auf Krk anschauen.

:arrow: Mehr Infos unter office@mare-mundi.eu, hier können Sie die Steinsuppe z. B. im April 2016 erleben: https://mare-mundi.eu/forum/viewtopic.php?t=7607 Spring academy Krk - ein mare-mundi Frühjahrsevent der Superlative als Fest für die Adria und für das Mittelmeer 15. April (Freitag) bis 1. Mai 2016 (16 Tage)

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Die Suppe wird serviert!

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Partner der Schule am Meer
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Die Schule am Meer http://www.schule-am-meer.eu/ ist die biologische Feldstation (Biostation) der Meeresschutzorganisation mare-mundi.eu auf Krk. Gegründet wurde die Organisation von Dr. Robert Hofrichter aus Salzburg, dem Herausgeber des Werkes Das Mittelmeer. mare-mundi steht für die Erforschung und den Schutz der Adria und des Mittelmeeres. Diese Meeresschule oder Schule am Meer ist im Hotel Omorika in Punat (Krk) angesiedelt, erstreckt ihre Aktivitäten aber auch auf Glavotok, Vrbnik, Stara Baska, Sv. Marak, Baska und andere schöne Destinationen auf der Insel Krk. Die Schulexkursionen ans Meer werden von NAWI-Reisen http://www.nawi-reisen.at und Frank Reisen http://www.frankreisen.at veranstaltet (Schul-Exkursionen ans Meer, Projekttage Meeresbiologie, Projektwoche Meeresbiologie, Projekttage am Meer, Projektwoche am Meer, Projekttage an der Adria, Projektwoche an der Adria, Projekttage auf Krk, Projektwoche auf Krk, Meeresbiologische Station Krk, Meeresbiologische Exkursion Krk, Meeresbiologische Exkursion für Schulen). mare-mundi.eu steht für Forschung, Bildung und Meeresschutz. Praktikanten können an der Feldstation Erfahrungen sammeln. Gastforscher und Universitäten sind bei uns willkommen. An der Partnertauchbasis http://www.styria-guenis-diving-group.com sind alle Tauchaktivitäten möglich. Unser Schiff Kosljun http://mb-kosljun.com/mb-kosljun-de.html bringt unsere Forscher und Gäste zu den schönsten Plätzen der Nordadria. Die Seminarräume im Hotel OMORIKA sind klimatisiert.
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Die ... Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält. Leo N. Tolstoi

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