Volunteers grow coral to restore reefs

Alle Infos über wissenschaftliche Arbeitsmöglichkeiten an den Feldstationen von mare-mundi und RSEC am Mittelmeer, Roten Meer und an anderen Orten

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Volunteers grow coral to restore reefs

Beitrag von horstartur » 30 Okt 2010 20:00

auf der Suche nach "Korallen-Neusiedler" bin ich im WEB auf diesen Link gestoßen > http://www.sun-sentinel.com/news/palm-b ... .htmlstory

Gibt es Meinungen dazu?
Embryologie, Entwicklungsbiologie, Zoologie, Evolution,Gentechnik, Amphibien, Video (auch UW-Fluoreszenz) , Naturschutz, Galapagos, Seniorkapitän, LeipzigAir http://www.leipzigair.de/
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Re: Volunteers grow coral to restore reefs

Beitrag von horstartur » 31 Okt 2010 11:53

die Methode ist eine kostenneutrale Alternative zu Versuchen, Korallen auf "Elektrodrahtzäunen" wachsen zu lassen. Zumindest den von Tauchvandalen und Sonntags-Schnorchlern abgebrochenen Korallenstücke könnten so eine neue Chance gegeben werden. Herabgefallene und im Meeresboden "eingesandete" Bruchstücke haben dagegen keine gute Ausgangsbasis (im wahrsten Sinne des Wortes) für einen effektiven Neuanfang.
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Re: Volunteers grow coral to restore reefs

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 31 Okt 2010 14:13

Lieber Horst,

die Methode ist nicht mehr wirklich neu - und sie funktioniert tadellos. Wir wollten am Roten Meer auch mit so einem Projekt beginnen ... Ich persönlich halte es für mehr als gut, dass man da Erfahrungen sammelt, Forschung betreibt, Neues über Korallen herausfindet, jungen Forschern die Möglichkeit bietet Erfahrungen zu sammeln ... und Tauchern die Chnce sinnvolle Projekte zu unterstützern ... Es gibt sicher spezielle Situationen, wo die Methode zum Einsatz kommen kann. Sie kann auch extrem nützlich sein um die Meeresaquaristik voranzutreiben. Die halte ich für didaktisch sehr wichtig, jedoch sind Wildfänge und so ... ökologisch/ethisch heutzutage kaum noch zu vertreten... Das Geschäft mit Meereslebewesen sollte über so gezüchtete Tiere laufen...

Freilich, ich glaube nicht, dass man damit aber die grundsätzlichen Probleme der Korallen und der Meere lösen kann. Ein einziges El Nino-Ereignis kann alle Bemühungen vernichten ... Oder Verunreinigungen des Meeres - oder Eutrophierung - oder was auch immer ... Ich denke also, dass man neben solchen duchaus guten Initiativen nie die Umsetzung der großen und notwendigen Ziele des Meeresschutzes aus den Augen verlieren darf ...
Die ... Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält. Leo N. Tolstoi

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Re: Volunteers grow coral to restore reefs

Beitrag von horstartur » 31 Okt 2010 15:07

Lieber Robert,

Deiner Argumentation kann ich in allen Punkten voll zustimmen. Bei dem Link fielen mir nur die Bemühungen von Prof. Dr. Schuhmacher (den Insidern ist er als internationaler Korallenexperte bekannt) ein, der ein Projekt im Roten Meer (Jordanien) mit "Elektrozäunen" durchgeführt hat. Wir haben ja auf den Seychellen die Verwüstung der Korallen durch Tsunami gesehen. Eine Kompensation von natürlichen und anthropogenen Faktoren können durch solche lokalen Bemühungen nicht erfolgen. Wichtig ist aber, wie Du schon sagst, der umwelt-didaktische Ansatz. Christian Alter hat ja in Eurem WDR-Film von "Umweltwuzschweinen" abgebrochene Korallenstücke zu "retten" versucht, in dem er sie vom Meeresboden aufgehoben und an einen geeigneten höheren Standort im Freiwasser verbracht hat. Es gibt ja auch Leute, die solche Fragmente mit Hilfe von wasserfesten "Bioleimen" wieder befestigen. Zumindest regen alle solche Aktionen dazu an, sich über die Problematik im Sinne der Nachhaltigkeit Gedanken zu machen. Trivial: Vorbeugung ist besser als Heilen/Reparieren. :wink:

Beste Grüße

Horst
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Re: Volunteers grow coral to restore reefs

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 31 Okt 2010 16:04

horstartur hat geschrieben:Zumindest regen alle solche Aktionen dazu an, sich über die Problematik im Sinne der Nachhaltigkeit Gedanken zu machen.
... genau, und darum würde ich es nicht für richtig halten solche Projekten schlecht zu reden ... Wenn es auch nicht der "ganzen Welt" helfen kann, so ist es doch ein positiver Ansatz, bei dem man etwas Positives tut ... Besser als nur untätig über die Katastrophen auf dieser Welt zu jammern ... :)
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