RSEC El Quseir: Warum die Hafenstadt an dieser Stelle errich

Informationen über die ehemalige Feldstation in El Quseir.

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Dr. Robert Hofrichter
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RSEC El Quseir: Warum die Hafenstadt an dieser Stelle errich

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 22 Jan 2008 16:04

RSEC El Quseir & Myos Hormos & Straße der Götter:
Warum die Hafenstadt ausgerechnet an dieser Stelle errichtet wurde?


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G E M E I N S A M - F Ü R - M E H R - N A C H H A L T I G K E I T - A M - R O T E N - M E E R

© Dr. Robert Hofrichter, RSEC Dahab & El Quseir, www.redsea-ec.org, www.mare-mundi.eu. Dies ist Teil eines RSEC-Skriptums, die Unterlagen sind urheberrechtlich geschützt, ihre unerlaubte Verwendung ist untersagt.


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Bild Auf der Höhe von El Quseir ist die Distanz zwischen dem Nil und dem Roten Meer besonders gering. Aus diesem Grund ist die Hafenstadt an dieser Stelle entstanden.

Warum El Quseir als einer der ältesten Hafen Ägyptens ausgerechnet an dieser Stelle entstanden ist, kann man auf den gezeigten Satelliten-Aufnahme erkennen. Dank eines riesigen „Mäanders“, einer Biegung des Nils nach Osten genau auf der geographischen Breite von El Quseir, ist die Distanz zwischen dem Nil und dem Rotem Meer an dieser Stelle geringer als überall sonst an dieser Küste. Hinzu kommt: Die Bergkette, die sich durchgehend entlang der Küste zwischen dem Roten Meer und dem Niltal hinzieht, ist an dieser Stelle durch ein langes Wadi unterbrochen. Heute fahren Touristen auf einer asphaltierten Straße durch dieses berühmte Wadi Hammamat nach Luxor, bereits vor Jahrtausenden war aber dasselbe Wadi ein Verbindungsweg entscheidender Wichtigkeit zwischen dem Niltal und dem Roten Meer. Uralte Felsinschriften und Zeichnungen aus einer Zeit von etwa 4000 v. Chr. sind an vielen Stellen an den Wänden und Felsen des Wadis zu finden.

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In El Quseir sind wir zwar nicht bei den Pyramiden von Gizeh und auch nicht im Tal der Könige, dennoch ist es historischer Boden höchsten Ranges, der an einer der wichtigsten Verbindungsrouten seit dem Aufkommen der ägyptischen Hochkultur liegt. So war es später in der römischen Zeit und so blieb über die islamische Zeit bis in die Gegenwart. Mit dem Aufkommen des Islams wurde die uralte Handelsroute zusätzlich zu einer wichtige Pilgerroute für Muslime - für die Hadsch genannte Wallfahrt der Moslime nach Mekka.

Bild El Quseir auf einer zeitgenössischen Darstellung aus dem 19. Jahrundert. Und so sieht die kleine al-Farran-Moschee heute aus:

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Das Wadi Hammamat war Durchgangsgebiet für ägyptische Karawanen, die ausgefallene Güter aus entlegenen Gebieten importierten - so zum Beispiel aus Punt.

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Bild Die Lage der heutigen Stadt El Quseir (größere Bucht im Süden) und des antiken Hafens (kleinere Bucht im Norden). Hier liegt heute das MÖWENPICK-Resort mit SUBEX und der RSEC-Feldstation El Quseir.

Bild Skizze der El Quadim-Bucht in der römischen Zeit ... und ...

Bild ... heute.

Die Häfen vom Quseir und Quseir el-Qadim
Während der Römerzeit und bis ins Mittelalter war der Hafen in Quseir el-Qadim, 8 km nördlich der heutigen Stadt gelegen. Die ehemalige Hafeneinfahrt ist heute der Strand des Mövenpick Hotels.
Ausgrabungen vor Ort haben ausgedehnte Fundamente von Handels- und Wohnhäusern zu Tage gefördert, deutliche Hinweise auf einen blühenden Handelshafen. Kürzlich vorgenommene archäologische Untersuchungen sprechen dafür, dass dies der römische Hafen Myos Hormos war, einer der bedeutendsten Häfen der Antike. Im 16. Jh. n. Chr. wurde der Hafen an die Stelle des heutigen Quseir verlegt.


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Punt ist ein mythisch angehauchter Name, ein Goldland, dessen Name sich auf altägyptischen Inschriften findet. Ein anderer Name für die Region war Ta Netjer (Land des Gottes) in Referenz zur Göttin Hathor. Die Ägypter importierten aus Punt vermutlich seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. exotische Waren wie Weihrauch, Ebenholz, Elfenbein, Gold, Augenschminke, Silber, Salz, Affen, Hunde, Pantherfelle sowie Straußenfedern und Straußeneier. Aus Darstellungen in ägyptischen Inschriften geht hervor, dass Punt östlich Ägyptens am Meer lag und dass die Einwohner, die sich nach Kleidung und Haartracht in drei Gruppen gliedern lassen, in Pfahlbauten lebten und Rinder hielten.

Henenu auf seinem Weg nach Punt
Auf halbem Weg zwischen Quseir und Qift (am Nil) liegt das Wadi Hammamat wo der berühmte Bekham-Stein, ein dunkelgrau-grünes, Sedimentgestein (Grauwacke, im englischen Text des Museums in der Quseir-Festung fälschlich als Eruptivgestein bezeichnet) in der Pharaonenzeit und während der Griechisch-Römischen Periode abgebaut wurde. Über einen Zeitraum von 2500 Jahren geben Felsinschriften, in frommer Weise den lokalen Göttern von Qift und Theben gewidmet, von Expeditionen zur Steingewinnung Kunde. Eine dieser Inschriften berichtet von der Reise des Henenu zur Küste des Roten Meeres während der Regierungszeit des Pharao Montuhotep III (2100 v. Chr.). Der Text bezieht sich auf eine Fahrt nach Punt, Steinbrucharbeiten für Tempelstatuen und auf die Suche nach Quellen um die Reisenden in dieser Region mit Wasser zu versorgen.

Die Straßenverbindung von der Rotmeerküste zum Niltal wurde nach der Publikation GEOLOGICAL TOURISM DEVELOPMENT IN THE AREA BETWEEN QUSIER AND RAS BANAS, EASTREN DESERT, EGYPT von Abu El Haggag und N. Ahmed Rohano genannt - was "Straße der Götter" bedeutet. Entlang der Wegstrecke wurde in altägyptischer Zeit nach Gold gegraben. Es wurden auch Steine für Tempel und Sarkophagen gebrochen. An den Felsen finden sich viele Hieroglyphen, die über diese Geschichte erzählen.

Bild Reste des römischen Hafens direkt hinter SUBEX / RSEC.

Quellen und Wegstationen

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Die kürzeste Route ins Nil-Tal, von Quseir nach Qift war seinerzeit eine 5-Tage Reise. Das größte Problem der Wüstenreisenden war der Wassermangel. Obwohl einige Quellen vorhanden sind, lagen sie jedoch nicht in erreichbarer Nähe der Straße. Um Reisenden Schutz und Wasserversorgung zu bieten bauten die Römer eine Reihe von Stationen aus, die, unter militärischer Kontrolle, den Verkehr überwachten und innerhalb von Befestigungsanlagen große Zisternen enthielten. Es gab zwischen Quseir (Myos Hormos) und Qift (Koptos) deren acht, nämlich al-Duwi, al-Hamra, al-Zerqa, Hammamat, al-Muweih, Qasr al-Banat und Wadi Matula. Auch heute noch sind ausgedehnte Reste dieser Stationen an der modernen Straße erhalten, da sie der alten Route folgt. Auf den Hügeln befanden sich Wachttürme und Signalposten entlang der Wüstenpiste.

Bild Hier erstreckten sich vor 2000 Jahren ausgedehnte Lagunen, wie sie auf der bereits gezeigten Skizze des alten Hafens eingezeichnet sind.

Bild Die Bauten aus weißem Gestein stammen aus der römischen Zeit. Die späteren Bauten aus der islamischen Zeit wurden aus Lehmziegeln erreichtet und sind dadurch - obwohl jünger - weniger gut erhalten.

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Die kürzeste Verbindung vom Nil-Tal zum Roten Meer ist am Nilbogen beim heutigen Qena gelegen und aus diesem Grund verliefen die Routen durch die Ostwüste in dieser Gegend. Die antiken Straßen vom Wadi Gassus, Quseir und Quseir el-Qadim endeten in Qift (Koptos). Im 1. christlichen Jahrhundert wurden diese von den Römern genutzt, die auch neue Routen zu Handelszwecken und zu den Steinbrüchen am Mons Claudianus und Mons Porphyrites anlegten. Die Küstenhandelsroute wurde nach Norden entlang der Via Hadriana ausgebaut um die neue Stadt Antinoopolis des Kaisers Hadrian, nahe dem heutigen Minya, zu versorgen.
Im Mittelalter endete die Straße von Quseir etwas südlicher (von Qift) bei Qus das ab dem 10. Jh. die Hauptstadt Oberägyptens wurde, worauf sich Qena zur wichtigsten Handelsstadt des Nil-Tales entwickelte.
Die Straßen der südlichen Häfen, von Berenike und Aidab hatten wesentlich längere Wüstenstrecken zu durchqueren. Unter den Ptolomäen zogen die Karawanen nach Edfu (Apollonopolis Magna) und in der Römerzeit nach Qift (Koptos). Von Aidab führte eine Straße nach Assuan, das eines der frühen Zentren des Islam wurde und eine zweite Route bis nach Qus.

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In der römischen Zeit war Myos Hormos das Tor des römischen Reiches nach Indien und Ostasien. Erst vor wenigen Jahren sind Archäologen zur Erkenntnis gelangt, dass "unsere Bucht" Quadim der geschichtsrächtige Ort ist. In seiner Blütezeit - zu Beginn unserer Zeitrechnung - machten sich der Überlieferung nach 120 Schiffe jährlich von Myos Hormos auf den Weg nach Indien. Sie waren beladen mit Wein, Keramik, Glaswaren, Edelmetallen und Textilien. Auf ihrem Rückweg brachten sie rare Luxusgüter wie Gewürze, Medikamente, Seide und Perlen. Es scheint, das der Hafen von Myos Hormos etwa ab dem zweiten Jahrhundert nicht mehr benutzt wurde. Während des 14. und 15. Jahrhundert erlebte der Hafen eine Renaissance, als er von Pilgerern auf dem Weg nach Mekka sowie dem wieder auflebenden Handel mit Indien wiederentdeckt wurde.

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Heute kann man in Myos Hormos antiken Hafenmauern und Fundamente und zahlreiche römische Amphoren bestaunen. Die Keramikscherben, die in der ganzen Gegend verstreut sind, zeugen von dem florierenden Handel, der hier einst stattfand.

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Bis vor kurzem war Quseir einer der wichtigsten Ein- oder Ausschiffungshäfen für Pilger auf der Heiligen Reise (Hadsch). In der Quarantänestation nahe der Wasserfront wurden die ankommenden Pilger bis zu 60 Tage angehalten und auf Krankheiten untersucht. Überall in der Stadt findet man Gräber von Scheichs oder Heiligen Männern die auf ihrer Hadsch in Quseir gestorben sind. Ihre Herkunft aus West Afrika, Jemen, Saudi Arabien, Marokko, Somalia und Indien bezeugt die Vielfalt der Pilger die durch die Stadt gekommen sind. Auf der Hadsch zu sterben war nicht ungewöhnlich, ja wurde als Gnade betrachtet. Die Reise und die damit verbundenen Rituale waren immer eine physische Herausforderung, heute aufgrund der enormen Pilgermassen durch Billigflüge, in früheren Zeiten durch lange Reisen durch ungastliches Terrain. Die Hadsch ist nicht obligatorisch für jene die noch Familienpflichten zu erfüllen haben und daher gibt es unter den Pilgern viele ältere und schwache Leute die sich diesen Gefahren aussetzen.

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Myos Hormos (= Muschel-Hafen) war ein ptolemäischer Hafen am Roten Meer. Er wird unter anderem von Strabo (Geographica 16.4.5) und im Periplus Maris Erythraei (40-70 n. Chr.) erwähnt. Danach war er der erste Hafen am Roten Meer, von Norden aus gesehen, und lag 1.800 Stadien von Berenike entfernt (weiter südlich von Ql Quseir). Zwischen Myos Hormos und Koptos lagen nach Strabo (Geographica 17.1.45) zahlreiche Befestigungen, in denen die Schiffe Wasser aufnehmen konnten (Hydreumata). Myos Hormos war der wichtigste römische Hafen am Roten Meer, zu Zeiten Strabos segelten von hier jährlich 120 Schiffe nach Indien, er wurde aber später in der Bedeutung von dem weiter südlich gelegenen Berenike überrundet.
Myos Hormus ist (vermutlich) das heutige Quseir al-Quadim. Allerdings gibt es auch andere Identifikationsversuche wie:
Abu Scha'ar
Ras Abu Soma
Safadscha.
Peacock schlug die Gleichsetzung mit Qusair al-Quadim bereits 1993 wegen der auf Luftbildern erkenntlichen Topographie vor, die den antiken Beschreibungen entsprach. 1999 begannen Ausgrabungen im römische Hafen in Alt-Qusair (Qusair al-Qadim), ca. 6 km nördlich von Qusair, wo schließlich ein Paphyros vom 25. März 93 n. Chr. gefunden wurde, der "Myos Hormos am Erythräischen Meer" und damit vermutlich den Fundort selbst benennt.

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Von Koptos nach Myos Hormos: Von 1994 bis 1997 wurde im Rahmen einer französischen archäologischen Mission, gemeinsam finanziert durch das Außenministerium und das Institut français d’archéologie orientale du Caire (französisches Institut für orientalische Archäologie in Kairo - Ifao), der Großteil der kleinen römischen Forts entlang der Straße nach Myos Hormos zwischen Qift (dem antiken Koptos) am Nil und Qusayr am Roten Meer untersucht. Dieses Projekt wird mit der Genehmigung und der freundlichen Unterstützung des Conseil suprême des antiquités de l’Égypte (Oberster Rat für Antiquitäten Ägyptens) durchgeführt.
In den Jahren 94 und 95 erforschten wir das Fort von Al-Zarqa, das das besterhaltene dieser Strecke ist, und räumten dessen Müllhalde aus. 1996 und 1997 verlegten wir unser Lager zum Fort von Al-Muwayh, das weitgehend zerstört und versandet, aber neben Al-Zarqa die einzige römische Station dieser Straße ist, deren Müllhalde erhalten geblieben ist. Al-Muwayh war auch Ausgangspunkt für Ausgrabungen bei anderen Forts, die nur dazu dienten, einen Plan zu erstellen und das Keramikmaterial miteinander zu vergleichen.

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"At any rate, when Gallus was prefect of Egypt, I accompanied him and ascended the Nile as far as Syene and the frontiers of Ethiopia, and I learned that as many as one hundred and twenty vessels were sailing from Myos Hormos to India, whereas formerly, under the Ptolemies, only a very few ventured to undertake the voyage and to carry on traffic in Indian merchandise."
Strabo II.5.12.

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Während der Pharaonenzeit konzentrierte sich der Handel am roten Meer auf die Küsten Ostafrikas. Ab den Ptolomäern (300 v. Chr.) fuhren die Ägypter bis Südarabien und ab der Römerzeit bis Indien und Sri Lanka. In Arikamedu, einem indischen Hafen, wurden römische Töpferware und Münzen gefunden, während Ausgrabungen in Berenike und Quseir El-Qadim indische Tonkrüge, tamilische Inschriften und Produkte aus dem Fernen Osten zu Tage förderten. Während der Mameluken- und Ottomanenherrschaft hatte das Rote Meer eine Schlüsselstellung für den mediterranen Handel mit asiatischen Luxusgütern inne.

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Roms Orient-Handel mit Indien
Miriam Müller, aus: http://wissenschaft-online.de/artikel/913715&_z=798890
In der römischen Hafenstadt Myos Hormos, dem heutigen Quseir-al-Qadim am Roten Meer, haben Forscher eine altindische Inschrift aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. entdeckt. Die englischen Archäologen von der University of Southampton fanden den Text auf einer Tonscherbe, einst Teil eines indischen Transportgefäßes. Der Fund zeugt von der Bedeutung, die der Hafen für den Orient-Handel des römischen Reichs einnahm.

Die Inschrift ist in einer Kombination aus der tamilischen und der Brahmi-Schrift verfasst und besagt, dass das Gefäß in einem Netz getragen wurde. Es gibt Auskunft über die Form des Transports von Indien über den Seeweg nach Ägypten in das römische Reich. Die Römer importierten verschiedene Luxusgüter wie Seide, Perlen und Gewürze aus dem Orient und tauschten dagegen Wein, feines Geschirr, Glas und Stoffe.

Ägypten wurde 30 v. Chr. mit dem Sieg des Augustus über Marcus Antonius und Kleopatra zur römischen Provinz. Sie nahm aufgrund ihres großen Reichtums eine Sonderstellung unter den Provinzen ein und war die Kornkammer Roms. Erst 1994 konnten französische Forscher belegen, dass es sich bei der Stätte am Roten Meer um den wichtigen Handelshafen Myos Hormos handelt. Sie hatten an der Straße ins Niltal Tonscherben mit dem Namen der Stadt gefunden.

Neben Myos Hormos gab es mit dem Hafen Berenike ein weiteres großes Handelszentrum am Roten Meer. Bereits vor 30 Jahren wurden alt-indische Schriftzeugnisse in Quseir gefunden. Sie stammen allerdings erst aus dem 1. Jahrhundert n. Chr.

Literatur
D. Peacock, The site of Myos Hormos: the view from space. Journal of Roman archaeology 6, 1993, 226-232.
D. S. Whitcomb/J. H. Johnson, Quseir al-Quadim 1980, preliminary report (Undena 1984).
Stephanie Moser et al., Transforming Archaeology through practice: Strategies for collaborative Archaeology and the Community Archaeology Project at Quseir, Egypt. World Archaeology 34/2, 2002 (Community Archaeology), 220-248.
Myos Hormos Quseir Al-Qadim Roman and Islamic Ports on the Red Sea: Volume 1: Survey and Excavations 1999-2003: Roman and Islamic Ports on the Red Sea: 1 (Gebundene Ausgabe)
von David Peacock (Herausgeber), Lucy Blue (Herausgeber)
http://www.amazon.de/Hormos-Quseir-Al-Q ... 1842172034
Zuletzt geändert von Dr. Robert Hofrichter am 07 Okt 2009 09:38, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von Helmut Wipplinger » 22 Jan 2008 17:23

Danke für die tollen Infos Robert !!!
Die Ägypter importierten aus Punt ...Hunde,...
da dürften viele bis heute übrig geblieben sein :lol:

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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 22 Jan 2008 17:30

Helmut Wipplinger hat geschrieben: ...Hunde...
da dürften viele bis heute übrig geblieben sein :lol:
Da hast Du recht, speziell auf den Mülldeponien in der Wüste ...

Bild ... genau hier hat es hunderte Hunde gegeben ... und Vögel ... und Beduinen ... Es war ziemlich schockierend, aber auch ernüchternd. Es wird einem bewusst, dass sich die Realität nicht immer nach unseren Wünschen und Vorstellungen richtet ... Ganz bewusst werde ich daher auch alle RSEC-Gruppen auch durch diese Mülldeponie-Wadis führen ... :roll: :?
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Beitrag von ClaudiaBryozoa » 22 Jan 2008 19:40

Dr. Robert Hofrichter hat geschrieben:
Helmut Wipplinger hat geschrieben: ...Hunde...
da dürften viele bis heute übrig geblieben sein :lol:
Da hast Du recht, speziell auf den Mülldeponien in der Wüste ...

[img]genau hier hat es hunderte Hunde gegeben ... und Vögel ... und Beduinen ... Es war ziemlich schockierend, aber auch ernüchternd.
in Dahab haben wir an den Mülldeponien auch immer massig Ziegen gesehen, die sich am Müll gütlich getan haben :? zwischen den fressenden Tieren immer wieder Kadaver anderer Ziegen... wirklich eine Ernüchterung, wenn man im Jeep gerade von der herrlichen, bunten Unterwasserwelt bei Abu Helal in die Stadt zurück tuckert..
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Re: RSEC El Quseir: Warum die Hafenstadt an dieser Stelle er

Beitrag von arkadas » 24 Jan 2009 11:03

Dr. Robert Hofrichter hat geschrieben:Hinzu kommt: Die Bergkette, die sich durchgehend entlang der Küste zwischen dem Roten Meer und dem Niltal hinzieht, ist an dieser Stelle durch ein langes Wadi unterbrochen. Heute fahren Touristen auf einer asphaltierten Straße durch dieses berühmte Wadi Hammamat nach Luxor, .............
Hallo,
endlich hat es mit der Registrierung geklappt. Vielen Dank dafür.

Meine Frage bezieht sich auf die oben fettgeschriebene Zeile. Ist die Straße denn wirklich fertig???? Das sie im Bau ist oder war wusste ich, fand aber nirgends einen Hinweis das sie tatsächlich fertig ist und bin dann hier gelandet.

LG

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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 24 Jan 2009 15:55

Hallo Arkadas

das ist eine gute Frage ... :roll: Ich habe damals aus irgend einem Internetbeitrag zitiert, aber heute bin ich mir gar nicht mehr so sicher. In etwa 3 Wochen kann ich mehr dazu sagen, ich werde die Info dann hier posten.

:welcome: bei uns im Forum!
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Beitrag von arkadas » 24 Jan 2009 17:05

Dr. Robert Hofrichter hat geschrieben:Hallo Arkadas

das ist eine gute Frage ... :roll: Ich habe damals aus irgend einem Internetbeitrag zitiert, aber heute bin ich mir gar nicht mehr so sicher. In etwa 3 Wochen kann ich mehr dazu sagen, ich werde die Info dann hier posten.

:welcome: bei uns im Forum!
Danke für Willkommen :D

Meine Infos besagen, dass die Eröffnung noch Jahre dauern soll. Es wäre wirklich Wunderbar, wenn es hier neues geben sollte.

Alf Shukr :wink:

PS.: ein wirklich tolles Informatives Forum!!
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Beitrag von arkadas » 24 Jan 2009 17:29

ClaudiaBryozoa hat geschrieben:in Dahab haben wir an den Mülldeponien auch immer massig Ziegen gesehen, die sich am Müll gütlich getan haben :? zwischen den fressenden Tieren immer wieder Kadaver anderer Ziegen... wirklich eine Ernüchterung, wenn man im Jeep gerade von der herrlichen, bunten Unterwasserwelt bei Abu Helal in die Stadt zurück tuckert..
Das ist so ein "Müllvertilgungszeige" in Dahab.
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Ich war vor kurzem dort und möchte sagen, es ändert sich laaaangsam was. Als ich vor 3 Jahren z.B. am Blue Hole war, lag noch so viel Müll und Dreck rum, das war jetzt nicht mehr ganz so schlimm.

In Hurghada zum Beispiel - gibt es seit ein paar Wochen ein Platiktütenverbot. Wann es letzendlich umgesetzt sein wird bleibt abzuwarten. Mal sehen, was sich bis mitte März getan hat. :wink:
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Beitrag von amatpress » 24 Jan 2009 20:04

Ein wirklich toller und ausführlicher Bericht und schöne Fotos, wirklich sehr interessant zu lesen und schauen... :book: :thanks:

Hardf
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Re: RSEC El Quseir: Warum die Hafenstadt an dieser Stelle errich

Beitrag von Hardf » 12 Jan 2011 12:45

Hi, wirklich tolle Infos, schreibe im Moment einen Vortrag über das Thema und dieser Beitrag hat mir sehr geholfen, da dachte ich mir, zum Dank, hol ich ihn mal wieder aus der Versenkung ;)



_________________
blue planet? http://www.finanznachrichten.de/nachric ... te-016.htm

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Re: RSEC El Quseir: Warum die Hafenstadt an dieser Stelle errich

Beitrag von Helmut Wipplinger » 13 Jan 2011 02:14

Danke!

würde uns freuen, wenn wir dann Infos über deinen Vortrag bekommen :)
www.mare-mundi.org
www.boxfish.at

egmar
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Re: RSEC El Quseir: Warum die Hafenstadt an dieser Stelle errich

Beitrag von egmar » 01 Dez 2017 13:35

Hallo

wie kommt man zu einer Erlaubnis, in eigenen Forschungsarbeiten RSEC-Veröffentlichungen zitieren zu dürfen?

Danke

Egmar

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Re: RSEC El Quseir: Warum die Hafenstadt an dieser Stelle errich

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 03 Dez 2017 11:36

Hallo Egmar,

grundsätzlich haben die Informationen in diesem Forum immer der allgemeinen Aufklärung im Interesse des Naturschutzes gedient. Sie stehen daher jedem zur Verfügung, freilich ist es nicht höflich etwas 1:1 ohne Quellenangabe zu kopieren. Auch wir haben andere Quellen verwendet, und in aller Regel müssten diese Quellen angegeben sein.
Dieses vor vielen Jahren von mir und meinen Kollegen initiierte Forum wird nach einer längeren "Ruhepause" vom Verein MareMundi betrieben. Wir wären also dankbar, wenn man die Quelle als Forum MareMundi oder MareMundi Forum angeben würde. Falls ein Autor dabei steht, dann kann man noch präziser sein und beispielsweise (wie in diesem Fall) Robert Hofrichter, MareMundi Forum angeben.
Danke für das Interesse, wir würden uns über interessante Berichte und Kommentare von Usern freuen!
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