Plastik im Meer & Erde an Zukunft: Der Kindersender Kika auf Besuch an der MareMundi Station Krk

Kinder bedeuten Zukunft und Kinder brauchen in ihrer Entwicklung Orientierung, sagt KiKA, der Kindersender des ARD und ZDF. Dass sich diese TV-Anstalten der Verantwortung bewusst sind, zeigten sie letzte Woche auch durch ihr Interesse am Projekt über Plastik im Meer von MareMundi. Das Thema gehört zu den brennendsten Problemen des Meeresschutzes.

Adria Unterwasserwelt mare-mundi Schule am Meer Robert Hofrichter

Die unsichtbare Gefahr: Glasklares, blaues Wasser der Adria, doch im Mikroskop wird die traurige Realität sichtbar. Davon können sich auch jene Schüler überzeugen, die unsere MareMundi Station Krk besuchen. Überall treiben winzige, von Umwelttoxinen beladene Plastikteilchen im Wasser, als heimtückischer Teil des „Planktons“. In manchen Regionen gibt es bereits mehr Plastikteilchen – das so genannte Mikroplastik – als tatsächliche Planktonorganismen. Über die Nahrungsnetze werden die Gifte angereichert – bis sie auf unseren Tellern landen. 

 

Erde an Zukunft: ARD und ZDF besuchen die MareMundi Station Krk

Der Kindersender Kika rückte mit Kameramann Navin, Tonmann Erik, Redaktionsleiter Thomas und Moderator Felix an – und wurde durch fünf Mitglieder des Teams der MareMundi Station Krk in Punat und Mitarbeiter des Naturkunststoffherstellers NAKU begrüßt. Seit Wochen führt unsere meeresbiologische Station in Kooperation mit NAKU und der BOKU in Wien ein Experiment zum Abbau von natürlichem Kunststoff durch.

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Das TV-Team von Kika und Mitarbeiter von MareMundi und NAKU bei der Arbeit an der meeresbiologischen Station in Punat. Die Sendung Erde an Zukunft mit dem Bericht über MareMundi auf Krk wird am 24. September bei Kika ausgestrahlt.

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An Bord der Kosljun, dem Partnerschiff von MareMundi

Mikroplastik im Meer und an den Küsten – nicht nur Kinder müssen aufgeklärt werden

Am Mittwoch hat das TV-Team im Labor von MareMundi gedreht. Den Meeresbiologen war es wichtig den jungen Zusehern zu zeigen, dass Plastik heutzutage praktisch überall zu finden ist (und zwar als Makro- und Mikroplastik), auch wenn man es mit dem bloßen Auge nicht sehen kann, im Sand, im Wasser treibend als falsches und tödliches „Plankton“ und sogar in der Tiefsee. Durch das Mikroskop wurde Mikroplastik sichtbar gemacht, das man beispielsweise aus einer Sandprobe entnehmen kann. Dann wurde das Experiment selbst im Labor der Station aufgenommen. Das Wasser und der Sand der Versuchsaquarien kommen direkt aus dem Meer, das Ziel ist es, das Meer im Kleinformat nachzustellen, um den Abbau von Naturplastik im Meer so realistisch wie möglich nachvollziehen zu können. Dabei gilt es zahlreiche meeresaquaristische Probleme zu lösen, denn das kleine Modellsystem eines Aquariums kann niemals zu 100 Prozent dem offenen Meer entsprechen.

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Konventionelles Plastik und Naturkunsstoff der Firma NAKU werden dem Meerwasser ausgesetzt und über Monate mit Kameras aufgezeichnet. Das Ergebnis ist zwar vorauszusehen – Naturkunststoff zerfällt wesentlich schneller -, doch muss dies auch mit wissenschaftlichen Präzision belegt werden. 

 

Mit dem Schiff hinaus aufs Meer – die Belastung der Nordadria mit Plastik wird mit der Kamera dokumentiert

Am Donnerstag startete das Team bereits zeitig mit dem Boot nach Selcine bei Cres. Auch unsere Partnertauchbasis von Günni aus Krk war mit dabei, da unter anderem Unterwasseraufnahmen auf dem Programm standen, auf denen das allgegenwärtige Plastik zu sehen sein soll. Darauf folgten Probenahmen von Sand und der Besuch von kleinen Buchten mit angespültem Müll. Auf der Rückfahrt wurde noch die Probenahme von Plankton mit der Kamera dokumentiert und abschließend eine Besprechung an der Promenade von Punat und vor dem Labor von MareMundi aufgezeichnet.

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MareMundi bedankt sich beim netten, motivierten und kreativen Kika-Team!

 

Siehe auch:

meeresbiologie_exkursion_projekttage_meeresbiologische_woche_schule_meer_mitttelmeer_adria_kroatien_mare-mundi (28 von 35)

 

Akteure des Projekts:

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Bericht und Fotos: MareMundi-Team

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  1. […] über das gemeinsame Projekt mit NAKU und BOKU zum Abbau von Naturkunststoffen im Meerwasser berichtet. Am Samstag, den 24. September 2016, bringt KIKA, der Kinderkanal von ARD und ZDF, um 20.00 Uhr […]

  2. […] vom Kinderkanal Kika zu uns in die Station und machte für die Sendung Erde an Zukunft Aufnahmen (Plastik im Meer & Erde an Zukunft: Der Kindersender Kika auf Besuch an der MareMundi Station Krk). Es wurde im Labor, auf dem Schiff und Unterwasser gefilmt. Ziel der Aufnahmen war es Kindern mehr […]

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